Deutsche kommen wieder zu spät

in Profit Radar
vom


Denn die Deutschen legen ihr immer noch überwiegend dort an, wo es am wenigsten bringt. Es unvorstellbar: Fast 96% der Deutschen besitzen keine Aktien. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts haben gerade einmal 4,4% der Bevölkerung Aktien.

Während sich zum Beispiel der Dax in 2009 und 2010 sehr gut entwickelte, haben immer mehr Privatanleger Aktien den Rücken gekehrt. In zweiten Halbjahr 2010 ist die Zahl der Aktionäre noch mal um rund eine halbe Millionen zurückgegangen. Die Aktien sind dafür weiter gestiegen. Im internationalen Vergleich steht Deutschland mittlerweile ganz weit unten.


Dafür kaufen sich immer mehr ausländische Anleger in Dax-Unternehmen ein. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts sind mittlerweile 55,8% der Dax-Unternehmen in deutschen Hand. Für mich ist diese deutsche Ignoranz völlig unverständlich. Auf der Geburtstagsfeier des Freundes habe ich es wieder erlebt. Da wird gerne geschimpft, dass sich die großen Konzerne „die Taschen voll" machen und den Angestellten so wenig zahlen. Meine Reaktion ist dann meistens: „Na und!"

Statt auf diese Firmen zu schimpfen, kann ich mich doch an ihnen beteiligen. Auch dieses Jahr habe ich wieder die Charts von einer Handvoll dividendenstarker Titel mitgebracht, in die ich zu Beginn des Jahres eingestiegen bin: Eine sichere Dividende zwischen 3% und 6% (da kommen den Sparbuchbesitzern angesichts der Minizinsen die Tränen) verteilt zum Beispiel auf Israel und Sicherheit, Brasilien und Rohstoffe, USA und Öl.

Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn ich auf der Geburtstagsfeier wieder meine Charts vorlegen ...

Gute Kurse wünscht Ihnen

 

Volkmar Michler

 

 


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Kommentar von Claus

Sehr geehrter Herr Michler, Sie schreiben mir aus der Seele. Nur bin ich leider auch einer dieser übervorsichtigen Deutschen. Wären wir 2009 zum ungefähr richtigen Zeitpunkt in Aktien eingestiegen, würden wir wahrscheinlich demnächst in ein eigenes Häuschen umziehen. Das Problem sind immer wieder die unterschiedlichen Prognosen, für die ja die einschägigen Börsenbriefe, allen voran die kostenlosen nicht gerade unverantwortlich sind. Als der DAX deutlich über 7.000 Zähler gestiegen ist, schrieh alles nach 8.000 Punkten. Vereinzelt gingen die Prognosen noch weit höher. Andere widerum sagten eine Korrektur voraus. Diese Korrektur (6.700 - 6.800) hätte ich genutzt um einzusteigen. Trotz derzeitiger Unsicherheiten in Nordafrika will diese Korrektur wohl einfach nicht kommen. So wird es wohl dabei bleiben, das Geld auf Tagesgeldkonten zu belassen, dieses durch redliche Arbeit zu mehren und darauf zu hoffen, dass uns der Euro nicht doch noch um die Ohren fliegt. Wie soge' s die Schobe: "Schaffe, schaffe, Häusle baue"

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