Deutsche Bank kauft eigene Aktien
jochen Steffens in Investors Daily
vom 04. September 2003 18:00 Uhr
ENL5462
Die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008) hat bekannt gegeben, innerhalb eines Jahres, 10 % der ausgegebenen Deutsche Bank Aktien zurückkaufen. Es sollen also ungefähr 58 Mio. Aktien zurückgekauft werden, wobei erwartet wird, dass die Deutsche Bank einen großen Teil dieser Aktien einzieht. Das heißt, diese Aktien stehen dem Markt nicht mehr zur Verfügung. Besonders die Aktionäre wird das freuen. Immerhin wird die Dividende durch weniger Aktien geteilt. Der Gewinn je Aktie wird natürlich ansteigen, das Kurs/Gewinn Verhältnis wird sinken. Die letzten beiden Punkte sind aber eher kosmetische Effekte, die die Deutsche Bank Aktie attraktiver machen soll.
Über 3 Mrd. Euro muss sich die Deutsche Bank (zum aktuellen Kurs) diesen Schritt wohl kosten lassen. Sie betonte, dass sie durch das Aktienrückkaufprogramm ihre Bereitschaft zeigt, Überschusskapital direkt an die Aktionäre weiterzugeben. Die Bank will durch diesen Schritt auch mögliche Aktienvergütungsprogramme bedienen. Analysten rechnen allerdings damit, dass rund zwei Drittel der gekauften Aktien eingezogen werden.
Die Deutsche Bank steigt um 1 % auf 57,30 Euro. Wenn nicht die Banken aktuell andere Schwierigkeiten hätten, würde ich sagen, die Deutsche Bank ist ein Kauf. Interessant, dass im Vorfeld dieses Schrittes, die Deutsche Bank sich nach einer Schwächephase wieder erstaunlich stark gezeigt hat. Kein Kauf.
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