Deutsche Bank: Erneuter Kurseinbruch – Ackermann kauft für 6 Mio. Euro
Cindy Bach in Insider Daily
vom 30. September 2010, 14:30 Uhr
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so soll es sein. Die Bezugsfrist für die neuen Deutsche Bank-Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhung läuft noch bis kommenden Dienstag. Doch Konzernchef Josef Ackermann ließ es sich nicht nehmen, seine Bezugsrechte bereits Anfang dieser Woche in vollem Umfang wahrzunehmen und Aktien für rund 6,2 Mio. Euro zu kaufen. Das geht aus einer veröffentlichten Pflichtmitteilung hervor. Der Schweizer besitzt damit nun insgesamt Deutsche Bank-Anteile im Gegenwert von 22 Mio. Euro. Doch auch andere Deutsche Bank-Top-Manager haben schon zugegriffen.
So erwarb der Private Wealth Manager Pierre de Weck, der zuletzt meist durch spektakuläre Insiderverkäufe für Aufsehen gesorgt hatte, 9.417 neue Aktien aus dem Bezugsrechtsangebot im Gegenwert von 310.761 Euro. Die Aktionäre der Deutschen Bank können für zwei alte Aktien mit Bezugsrecht eine neue zum Preis von 33 Euro kaufen. Wer beispielsweise 100 Aktien der Deutschen Bank hält, hat also die Möglichkeit, 50 neue Aktien der Deutschen Bank zum festgelegten Preis von 33 Euro zu kaufen. Der Bezugsrechtshandel läuft morgen aus. Die Ausübung des Bezugrechts, also der Kauf zum Preis von 33 Euro, ist bis einschließlich 5. Oktober möglich.
Den alten Aktien hat die Kapitalerhöhung bisher wenig "Freude" bereitet. Ein erneuter Kurssturz um bis zu 13% bei den Bezugsrechten hat gestern die Aktien der Deutschen Bank erneut tief ins Minus gedrückt. Die Anteilsscheine fielen um bis zu 2,4% und durchbrachen sogar die Marke von 40 Euro nach unten. Die Aktie markierte damit den tiefsten Stand seit rund acht Monaten. Insgesamt haben die Titel des größten deutschen Kreditinstitutes damit seit Ankündigung der milliardenschweren Kapitalerhöhung vor etwa drei Wochen etwa 14% eingebüßt, und tragen die "rote Laterne" unter den DAX-Werten in diesem Zeitraum.
Auch das Chartbild der Deutschen Bank hat sich durch den erneuten Kursrutsch nicht gerade verbessert.
Die Unterstützung bei 40 Euro hat erneut nicht gehalten. Man wird jetzt abwarten müssen, ob mit Ende des Bezugsrechtshandels wieder etwas mehr Ruhe in den Kurs kommt. In jedem Falle sieht es düster aus, sollte die Marke von 40 Euro in Kürze nicht wieder zurückerobert werden können und es mit Kurs in den kommenden Tagen weiter bergab gehen, denn die nächste Unterstützung ist dann fern.
Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.
Ihre
Cindy Bach
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Michael Schäfer (30.09. 2010 16:48 Uhr):
Ich glaube Sie rechnen nicht richtig. Die Altaktionäre haben kaum etwas eingebüßt. Ihre Prognose kann natürlich stimmen, wahrscheinlich ist sie nicht, eine plausible Begründung geben Sie auch nicht. Ich folge Ihrer "Warnung" nicht.
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