Deutsche Bank auf Sparkurs
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 06. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Nachdem die Deutsche Bank (WKN 514000) in letzter Zeit ihr Tafelsilber verscherbelte, werden nun andere Kostensenkungsmaßnahmen angegangen. Gerüchten zufolge will die Deutsche Bank nun ihren kompletten Einkauf an Dienstleister abgeben. Dadurch sollen pro Jahr Kosten von über 600 Mio Euro eingespart werden. Als Dienstleister kämen die Beratungskonzerne Accenture, EDS und IBM Global Services in Betracht. Der Konzern selbst hielt sich zu diesen Vermutungen bisher bedeckt, dementierte diese Berichte jedoch nicht.
Man kann die deutlichen Zeichen kaum noch leugnen: Die Banken haben Probleme. Ich warte täglich auf eine Horrormeldung aus der Branche. Im vorigen Jahr, im September, war es schon einmal sehr kritisch, doch die Banken konnten den Crash gerade noch vermeiden. Aber bedenken Sie, im Moment ist gerade in Deutschland keine wirtschaftliche Erholung in Sicht. Sollten nun noch mehr Firmen straucheln, mehr Kredite platzen, die Aktienmärkte weiter sinken, dann wird eine der Banken von der Bildfläche verschwinden. Meiden Sie weiterhin die Bankenbranche! Auch wenn eine deutsche Bank im Moment wie ein Schnäppchen aussieht. Sie wird sich diesem Sog dann nicht entziehen könne.
Die Deutsche Bank Aktie sinkt um 2,15 % auf 37,35 Euro