Optionen

Optionsstrategien: Diagonal Spreads und die Vola VII

in Devisen-Monitor zum Thema Optionen
vom


Hallo liebe Leser,

ich freue mich sehr, dass Sie auch heute wieder bei den Optionsstrategien vorbei schauen. Wir beschäftigen uns nach wie vor mit den Diagonal Spreads. Genauer gesagt: nachdem wir uns angesehen haben, wie sich ein Anstieg der impliziten Volatilität auf unsere Beispielposition auswirkt, haben wir schließlich damit begonnen uns anzusehen, wie sich ein Rückgang der impliziten Volatilität auswirkt. Zunächst hatten wir dabei, anhand unseres Best-Case-Szenarios ganz allgemein festgestellt, dass ein Rückgang der impliziten Volatilität negative Auswirkungen auf die Position hat. In der letzten Ausgabe vom vergangenen Freitag haben wir uns angesehen, wie sich ein Rückgang der impliziten Volatilität, bei gleichzeitigem Rückgang des Aktienkurses auswirkt.


Heute wollen wir uns nun ansehen, wo der Break Even liegt, bei einem Rückgang der impliziten Volatilität.

Doch zunächst, sehen wir uns, wie immer, noch einmal unsere Ausgangsposition an:

Aktie X notiert bei 32,70 Euro

Verkauf 20er Charge 35er Call auf Aktie X (Restlaufzeit 30 Tage - April-Call) zu 1.000 Euro

Kauf 20er Charge 32er Call auf Aktie X (Restlaufzeit 60 Tage - Mai-Call) zu 4.000 Euro

Eine Option repräsentiert 100 Aktien

Die implizite Volatilität des April-Calls liegt dann hier bei 34,88%

Die implizite Volatilität des Mai-Calls liegt dann hier bei 31,1%

Daraus ergibt sich eine eingesetzte Prämie von 3.000 Euro!

Nun fällt die implizite Volatilität zum Ende der Restlaufzeit des April-Calls auf 26%.

Der Break Even

Also, mittlerweile sind 30 Tage vergangen. Die Restlaufzeit des Mai-Calls beträgt noch 30 Tage. Die implizite Volatilität ist auf 26% gefallen.

Um Sie nicht länger auf die Folter zu spannen: natürlich habe ich auch in diesem Fall den Break Even für dieses Szenario berechnet.

Der Break Even liegt hier bei einem Aktienkurs von 32,93 Euro.

Bei diesem Kurs verfällt der April-Call wertlos. Der Mai-Call weist dagegen noch einen Wert von 3.001,14 Euro auf, abzüglich der eingesetzten Prämie in Höhe von 3.000 Euro ergibt sich also noch ein leichtes Plus von 1,14 Euro.

Vergleichen Sie nun mit den Ausgaben vom 15. April und 13.Mai. Hier haben wir uns den Break Even für die Position mit unveränderter impliziter Volatilität und jenen für die Position bei gleichzeitig steigender impliziter Volatilität angesehen.

Bei unveränderter impliziter Volatilität liegt der Break Even bei 32,65 Euro, bei einem Anstieg der impliziten Volatilität auf 36% liegt der Break Even bei 32,34 Euro.

Auch hier wird also deutlich: während ein Anstieg der impliziten Volatilität der Position zugute kommt und mehr Spielraum verschafft, wirkt sich ein Rückgang der impliziten Volatilität negativ auf die Position aus und schränkt den Schwankungsspielraum zusätzlich ein.

So viel für heute einmal, liebe Leser. In der kommenden Ausgabe aus der Reihe sehen wir uns dann noch an, wie sich ein Aktienkursanstieg bei gleichzeitigem Rückgang der impliziten Volatilität auswirkt.

Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und einen ebenso schönen morgigen Feiertag.

Liebe Grüße

Ihre Miriam Kraus


von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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