Der zweite Schritt zur finanziellen Reife: SCHMERZ
Dr. Markus Schoor in Investoren Wissen
vom 05. Juli 2007 16:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
"Auch wenn der erste Schritt zur finanziellen Reife darin besteht, aus der Unschuld zu erwachen (siehe Teil1 unserer Serie), so geschieht diese doch im Leben nach dem ersten Mal immer wieder. Erst kürzlich hatte ich wieder ein Erlebnis, welches in mir die das tiefe Gefühl einer Enttäuschung auslöste, einfach ausgelöst durch die Erfahrung mir bewußt zu werden, in eine Gruppe von Menschen geraten zu sein, die keine Dankbarkeit empfinden und ausdrücken kann. Dann fällt die Täuschung von einem ab und die Unschuld zerbricht. Andere Kulturen beschreiben diese Erfahrung als eine Serie von Häutungen.
Beim Thema Geld ist es allerdings so: es gibt Menschen, für die das Erwachen aus der UNSCHULD und damit die finanzielle Reife nicht zu ihrer Lebensaufgabe gehört. Es ist also völliger Unsinn zu glauben, jeder müsse sich mit dem Thema Geld beschäftigen. Wer ohne Geld vermag wie Diogenes in der Tonne glücklich zu leben, verdient Respekt.
Aber wenn die Unschuld zum Thema Geld in jemandem zerbricht, dann ist das immer mit Schmerz verbunden. Und in diesem Moment tun sich gleich zwei Türen auf: Eine Versuchung und eine Chance. Und Sie werden erkennen, dass einige Menschen die Fähigkeit erwerben, "immer" die falsche zu wählen.
Auf der einen Tür steht "PECH GEHABT" und auf der anderen "NEUARTREV".
Schon wer sich sagt: "Das ist jetzt wahrlich Pech" hat die falsche Tür gewählt. So schnell geht das. Und schon springt in einem selbst der verhängnisvolle Teufelskreis des Spielers an, der mit abergläubischen Zügen eine Abwärtsspirale des Kontos und der Persönlichkeit nach sich zieht. Der Spieler in uns wird das Pech aufsammeln, wird die Fähigkeit erwerben, weiteres Pech zu manifestieren (negative Erfahrungen), und bis zur Vollkommenheit zu beherrschen. (Wer mit Angst oder Gewalt paktiert, kann auf diese Weise sogar Geld manifestieren, aber auf jedem Taler bleibt die Angst kleben - dieses Geld macht weder frei noch glücklich). Dabei wird seine Seele immer hungriger danach "geliebt zu werden", so dass er in ein Feuerwerk von Enttäuschungen gerät, dem er sich schließlich ausgeliefert sieht. So entsteht Sucht.
Je mehr Türen mit der Aufschrift "Pech gehabt" geöffnet wurden, desto absurder erscheint der Gedanke, durch die andere Tür zu gehen. Und es wird immer schwerer diesem Teufelskreis von Unschuld+Schmerz zu entkommen. Aber wird er fortgesetzt, wird er zu einer Brutstätte von Gewalt und Krankheit.
Wer durch die andere Tür geht, findet dahinter den Gedanken: "Welche besondere Gelegenheit für mich bietet gerade diese Situation?" So mancher schaut dann erstaunt zurück und liest das Türschild rückwirkend als: VERTRAUEN - eben rückwärts.
Haben Sie Vertrauen, dass Ihr Leben einem roten Faden folgt, und dass Sie nur seelenruhig am Fluß des Lebens sitzen müssen, warten bis die Gelegenheiten vorbeifließen - und dann einfach die richtigen ergreifen? Haben Sie genug Vertrauen, um die "ungewöhnlich verpackten Superchancen" zu erkennen und widerstehen der Versuchung, sie als "Pech gehabt" zu etikettieren?
Jeder von Ihnen da draußen sitzt in seinem eigenen Simulator, den er vor seiner Geburt selbst programmiert hat, einschließlich der "Herausforderungen", die Sie an den Kreuzungen mit den zwei Türen gut erkennen können. Sie haben sich vor dem Einstieg in den Simulator selbst eine Aufgabe gestellt, die zu erfüllen Sie sich vorgenommen haben. Vielleicht hat diese Aufgabe auch mit Geld zu tun, vielleicht nicht. Es gibt kein "Pech" in Ihrem Simulator. Es gibt nur immer wieder diese Kreuzung mit den zwei Türen - und keinen Grund Ihrer eigenen Programmierung zu mißtrauen. Je öfter Sie durch die Tür mit der Aufschrift NEUARTREV gehen, desto mehr wächst Ihr Vertrauen und desto mehr entwickeln Sie die Fähigkeit Positives, z.B. Geld, in Ihrem Leben zu manifestieren (nicht im Leben der anderen, nicht mit geliehenem oder fremdem Geld).
Vielleicht erkennen Sie jetzt, dass der Spieler zwar die bloßen positiven Emotionen der Unschuld anstrebt, aber zugleich seine Fähigkeit zu vertrauen (=Selbstvertrauen) opfert, und damit seine Spirale von Schmerz+Unschuld+Schmerz in Beton giesst." (mit Genehmigung des Investment LernSystem, wo dieser Artikel 2003 erstmals erschien)
Und schon ist der Spieler in uns geboren. Wer Lotto spielt, spielt wieder Lotto, wer in eine Spielothek geht, geht wieder in eine Spielothek, Spielbank zu Spielbank, Aktien zu Optionen, ..... die Energie fliesst davon, das Konto leert sich, die Nacht senkt sich....
Aber ich geh in ins Kino.....
Grüsse Doc