Der Wimpel als Chartformation
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 14. Oktober 2009, 17:30 Uhr
Die Chartformation eines Wimpels ist im Chart meist gut erkennbar. Ein Wimpel kennzeichnet eine kleine Pause innerhalb einer starken Trendbewegung. Die Seitwärtsphase wird genutzt, um wieder Kraft zu schöpfen, bevor es dann einen Kurs-Schub in Richtung des Trends gibt. Im Vergleich zu anderen Chartformationen ist beim Wimpel eine nahezu senkrechte Auf- oder Abwärtsbewegung vor Eintreten der Seitwärtsphase Voraussetzung. Es bildet sich quasi ein Fahnenmast für den Wimpel aus.
Der Wimpel selbst besteht aus zwei zusammenlaufenden Begrenzungslinien. Mithilfe der Länge des Fahnenmastes - also vom Startpunkt bis zum Ziel der steilen Bewegung - kann das Kurs-Ziel bestimmt werden. Häufig tritt der Wimpel nach der Hälfte einer Trendbewegung auf. Die gleiche Wegstrecke kann dann nach oben projiziert werden.
Im Praxisbeispiel begann die Trendbewegung bei 1,14 und legte eine Pause bei 1,16 ein. Dort bildete sich dann allmählich der Wimpel aus. Als Kurs-Ziel ergab sich somit theoretisch ebenfalls zwei Cent, also 1,18. Obwohl der gestrige Wimpel beim Währungspaar USD/CHF nicht idealtypisch aufgelöst wurde - es gab erst einen Fehlausbruch - strebt der Dollar energisch nach oben. Gut möglich, dass die 1,18 doch noch erreicht werden. Ich übernehme jedoch die Theorie-Vorgaben bezüglich der Kurs-Ziel-Bestimmung nicht in die Praxis, da diese in der Regel nicht Intraday umsetzbar sind. Ihm reicht es, dass die Wahrscheinlichkeit für eine starke Bewegung mit Ausbruch aus der Chartformation hoch eingestuft werden kann. Erkennen ich also einen Wimpel beim morgendlichen Blick auf die Charts meiner Wachtlist-Werte, dann entwickelt sich meist auch eine Trading-Idee daraus.
USD/CHF - 30-Minuten-Chart
USD/CHF: Der Ausbruch war zwar nicht mustergültig, doch die Trendbewegung wurde wieder in einem rasanten Tempo aufgenommen.
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Tagesfazit: ein Berg an Taschentüchern, und was er noch bedeuten kann
Leider zählte ich heute wieder nur meinen Taschentuchverbrauch und nicht die Anzahl meiner Trade-Aktivitäten. Sieht ganz nach einem Doppel-Top aus, wenn ich den heutigen Berg an Taschentücher mit dem gestrigen vergleiche! Dies würde also gemäß der Technischen Analyse bedeuten, dass es mir ab morgen wieder besser geht. Ich glaube daran! - Bei solchen Vergleichen vermuten Sie vermutlich eher, dass ich dem Fieberwahn erlegen bin.
Bis morgen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
