Der US-Arbeitsmarkt kommt einfach nicht in Schwung
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 14. Januar 2011, 08:30 Uhr
enttäuschend ausgefallene Jobdaten aus Amerika belasteten den Aktienmarkt und den Dollar. Der US-Arbeitsmarkt schafft es einfach nicht, sich zu erholen. Die gestern präsentierten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der letzten Woche so stark wie schon Monate nicht mehr, und das obwohl sich die Wirtschaft langsam erholt.
Zuvor hatten die erfolgreichen Auktionen von Staatsanleihen noch für gute Stimmung sorgen können, doch die Party des Vortages konnte nicht noch in die Länge gezogen werden, so erfreulich verliefen die Auktionen dann auch wieder nicht. Zu hohe Kupons müssen Italien und Spanien bei ihren platzierten Anleihen bezahlen. Dennoch: Die Anleger sind erst einmal beruhigt und die europäische Schuldenkrise nicht mehr alleiniges Thema an den Börsen. Insbesondere Finanztitel profitieren von dieser Feststellung.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,09% |
| Dow Jones: | -0,20% |
| EuroStoxx50 | +1,27% |
| EUR/USD: | -0,04% |
| Gold: | -0,98% |
| Silber: | -2,95% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,01% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): Intel-Zahlen beflügeln nicht
Da der weltgrößte Chipkonzern Intel gestern nachbörslich seine überaus guten Zahlen präsentierte, sollten heute insbesondere Technologieaktien davon profitieren können. Der Dax kann aber vorbörslich nur wenige Punkte anziehen und liegt gegenwärtig in etwa auf meinem gestrigen Einstiegsniveau. Den Long-Trade konnte ich nur mit wenigen Gewinnpunkten glattstellen, denn gestern bewegte sich der Dax nur kaum - und war verglichen mit seinen europäischen Index-Kollegen schwach auf der Brust.
Bei 7.040 Punkten ist der deutsche Leitindex gut abgesichert, denn neben der Unterstützungszone verläuft dort aktuell auch noch die 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Kommt der Dax später zurück auf dieses Kursniveau und berappelt sich dort wieder, gehe ich long. Long ist auch angesagt, sofern die 7.100er-Marke, und zuvor das Dezember-Hoch bei rund 7.090 Punkten, überwunden werden kann. Das Tageskursziel beläuft sich im bullischen Szenario auf etwa 7.150 Zählern, wobei die vielen wichtigen Konjunkturdaten, aber auch die Unternehmenszahlen von JPMorgan, schnell für ganz andere Verhältnisse sorgen können.
Wird die doppelte Unterstützung um 7.040 Punkten nach unten durchbrochen, eröffne ich eine Short-Position. Kommt es bei 7.010/00 Zählern zu keinem Stillstand der Abwärtsbewegung - was mich long gehen lässt -, sollte es noch bis 6.950 Punkten abwärts gehen. Halten die Bullen dort dagegen, oder aber wird die Widerstandszone bei 7.000/10 Punkten überwunden, setze ich wieder auf einen Long-Einstieg.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 7 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Gestern ruhten sich Bulle und Bär gleichermaßen aus.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
