Der Super-Boom
Bill Bonner, Kapitalschutz Akte vom 03.06.2008 07:00
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Ja, der Boom, den Soros beschreibt, war wirklich ein Super-Boom.
Und er fällt zusammen mit dem Leben des Autors. Er wurde zu Anfang des Booms geboren. Jetzt hat er das erreicht, was er für das Ende hält. Dieser Super-Boom der Finanzen markiert vermutlich auch den großen Gipfel in Amerika - bis hin zu dem alles so lange so gut lief, dass die Politiker und die Zentralbanker alle den Ruhm dafür absahnen wollten.
Aber die oberste Spitze des Gipfels fällt auch mit einer Reihe von Trends und Ereignissen zusammen, die ihn möglich machten. Zu den wichtigsten zählt der geringe Ölpreis. Damals in den Siebzigern stieg der Ölpreis auf 30 Dollar - und schockierte die Welt. Dort hielt er sich über 5 Jahre: lang genug, um die Leute davon zu überzeugen, dass er dort jetzt dauerhaft bleiben würde.
Die Verbraucher - ganz besonders in Europa - lernten, mit weniger Energie zu leben. Ölunternehmen gaben ein Vermögen aus, um mehr zu produzieren. Und dann ist der Preis auf 10 Dollar zurückgefallen... und die Welt kam in den Genuss eines großartigen Booms.
Und das geht gerade vor sich. Die Ölunternehmen geben viermal so viel für die Forschung aus, wie noch vor acht Jahren. Und die Verbraucher werden auch gezwungen, sich einzuschränken. Doch nicht nur das passiert gerade. Zentralbanken bekämpfen die Korrektur mit allem, was sie haben - und alles, was sie haben, ist günstiges Geld.
Wie Sie wissen, bringt die Kombination aus höheren Treibstoffpreisen... und geringeren Immobilienpreisen, die amerikanischen Familien in Bedrängnis.
Jetzt kommt die Nachricht, dass am Ende der letzten Woche ein durchschnittliches Haus in Kalifornien 31% weniger Wert war als noch vor einem Jahr. Dieser Bundesstaat hat auch die zweithöchste Rate der Zwangsvollstreckungen im Land, wobei 1 von 204 Häusern zurück in die Hände der Kreditgeber geht.
Die andere Sache, die Druck auf die Haushalte der amerikanischen Familien ausübt, sind die Lebensmittelpreise. 15 Jahre lang sind sie, bis 2007 um 2,5% im Jahr gestiegen. Das war die Great Moderation" auf die die Zentralbanken so stolz waren. Aber in den vergangenen 12 Monaten sollen die Lebensmittelpreise um 4% gestiegen sein.
Ich sage sollen gestiegen sein" als höfliche Art, zu sagen, dass die Regierung lügt. Die unbearbeiteten Zahlen zeigen, dass die Lebensmittelpreise zwei- bis dreimal so schnell steigen. Die Preise der Großhändler steigen sogar noch schneller. Und jede unabhängige Gegenrechnung der Preise im Supermarkt zeigt, dass die Anstiege größer sind, als die Regierung bereit ist, zuzugeben.
So wird man dieses Jahr am Memorial Day feststellen, dass die Preise für Hotdogs ungefähr 7% höher sind, als noch vor einem Jahr, wie die Associated Press meldet. Limonaden und Kartoffelchips kosten 10% mehr. Und Hamburgerbrötchen sind um 17% im Preis gestiegen.
Wem müssen wir für diese höheren Preise danken? Teilweise ist es ein natürlicher, zyklischer Trend im Lebensmittelsektor. Aber das ist nicht alles. Es gibt da auch noch all das günstige Geld, das die Zentralbanken herausbringen.
Die Spekulanten verwenden es, um auf Öl zu wetten... und auf Lebensmittel.
Das dicke Ende kommt erst noch!
Griechenland war nur die Blaupause für weitere Bankrotte mitten in der EU. Das Problem:
Deutsche Banken sind Hauptgläubiger in Griechenland! Darunter so „solide" Adressen wie die Hypo Real Estate (!) und mehrere Landesbanken.
Das nächste Land hat bislang noch keiner auf dem Radar (kein PIIGS-Land!). Obwohl seine Staatsanleihen „auf einem Bett aus Nitroglycerin" ruhen.
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