Der starke Yen belastet zusätzlich
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 17. März 2011, 08:30 Uhr
nachdem der Nikkei gestern eine technische Gegenreaktion starten konnte, verliert er heute wieder etwas. Die heftigen Ausschläge nach oben und unten signalisieren, dass von einer Beruhigung der Märkte noch nicht die Rede sein kann. Als ob die unglaubliche Katastrophe noch nicht genug wäre, nun belastet auch noch ein starker Yen die Tokioter Börse. Die japanische Wirtschaft benötigt dringend Geld, um die Aufbauarbeiten rasch beginnen zu können, was die Nachfrage nach der heimischen Währung steigert. Hier könnte es seitens der Bank of Japan, möglicherweise auch von anderen Notenbanken, eine Intervention geben, denn diese prekäre Situation wird auch von Spekulanten genutzt - die gilt es zu vertreiben.
Die Lage am Kernkraftwerk in Fukushima bleibt unübersichtlich, und so lange sich dies nicht ändert, werde ich wohl keine Trades mehr eingehen - sicher nicht mehr in dieser Woche. Da morgen die Invest ist, ist dies die letzte Kolumne, die ich in dieser Woche verfasse.
Für alle Kurzentschlossenen: Besuchen Sie mich doch einfach auf der Invest in Stuttgart. Das Lesertreffen findet von 16.00 bis 18.00 Uhr statt. Außerdem halte ich um 12.00 Uhr einen Vortrag zum neuen Börsendienst Instinkt Trader und um 14.00 Uhr geht es dann um meine mittel- und langfristige Einschätzung für Dax, EUR/USD und Gold. Mehr Informationen sowie eine Messe-Freikarte erhalten Sie hier: Lesertreffen auf der Invest
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -2,01% |
| Dow Jones: | -2,04% |
| EuroStoxx50 | -2,26% |
| EUR/USD: | +0,13% |
| Gold: | +0,90% |
| Silber: | +1,44% |
| Öl (Sorte Brent): | +1,65% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): ich drücke den Bullen die Daumen
Die Aktienmärkte haben ihre erste Chance zur Gegenwehr nicht genutzt. Gestern konnte der Nikkei zu einer technischen Erholung ansetzen, die sich hierzulande aber nur am frühen Morgen durchsetzte. Danach setzte sich dann wieder die Angst vor neuen Schreckensmeldungen aus Japan durch. Die Charttechnik wird derzeit durch den Blick auf den Nachrichtenticker ausgehebelt. Traden wird so zur Zockerei!
Mein Versuch, mit einem ungehebelten Produkt (einem ETF auf den Dax) den schnellen und heftigen Bewegung Herr zu werden, war vertretbar, aber letztlich verlustreich. Die Schwankungsbreite ist weiter sehr hoch und handwerklich fundierte Trades sind gegenwärtig einfach nicht durchführbar - deswegen werde ich erst wieder ab nächster Woche traden.
Nachbörslich wurden gestern neue Tiefs markiert, vorbörslich geht es aber wieder aufwärts, da sich der Nikkei klar von seinem Tagestief lösen konnte.
Nach unten ist der Dax bei 6.340/45 abgesichert (die rote horizontale Linie), diese Unterstützung sollte tunlichst nicht gebrochen werden. Die Bullen können erst wieder aufatmen, wenn es über 6.730 Punkte (die grüne horizontale Linie) geht. Ich wünsche mir, dass die Bullen ihr Ziel erreichen und überwinden, denn dann sollte sich die Lage in Japan etwas entspannt haben.
Gestriges Ergebnis: Verlust 0,96 Euro je ETF-Anteil
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Vorbörslich startet der Dax mit Aufschlägen.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
