Der Spielraum für Fehler ist hauchdünn!
Profit Radar
vom 3. Februar 2012, 19:00 Uhr
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Facebook wird also vor allem eine Glaubensfrage sein. Investoren müssen sich fragen, ob Facebook tatsächlich in der Lage sein wird, seine gewaltigen Nutzerzahlen so zu monetarisieren, dass hier über Jahre überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt werden. Denn nur dann ist die Börsenbewertung gerechtfertigt.
Hier wird es jetzt heikel. Denn niemand weiß, wie sich die ultra-schnelllebige Social Network-Welt entwickelt. Fakt ist: Bei diesen Bewertungen ist der Spielraum für Management-Fehler und Wachstumsverlangsamungen bei Facebook hauchdünn. Eine Gefahr sind hierbei sicherlich andere Social Network-Plattformen.
Werden neuere, kleinere Plattformen wie Path, die ich Ihnen ja in der letzten Ausgabe vorstellte, Facebook ernsthaft Konkurrenz machen? Das ist extrem unwahrscheinlich. Aber sie können User von Facebook stehlen - und damit das Wachstum verlangsamen. Für das Unternehmen Facebook ist das kein gravierendes Problem.
Für den Börsenwert Facebook und seine Aktionäre wäre eine Verlangsamung der Wachstumsraten aber ein katastrophales Problem. Die Fans von Facebook verweisen immer auf den Börsengang von Google. Damals dachten auch fast alle Börsianer (und ich gebe offen zu, dass ich auch dazu gehörte), dass Google bei seinem IPO überbewertet sei.
Google sammelte in 2004 rund 1,7 Mrd. USD ein und wurde so mit 23 Mrd. USD bewertet. Heute besitzt das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von knapp 190 Mrd. USD: Aber es gibt einige entscheidende Unterschiede zwischen Google und Facebook. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi