Der Siegeszug der Chinesen ist nicht aufzuhalten
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 17. November 2010, 19:00 Uhr
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Tatsächlich hat die deutsche Solarindustrie in den ersten Jahre fette Gewinne eingefahren. Doch wer irgendwann zu satt wird, muss abspecken. In diesem Fall zwangsläufig. Denn mehr und mehr haben sich die Chinesen den deutschen Solarspeck geschnappt. Eine Entwicklung, die sich durch die Wirtschaftskrise in den letzten Jahren noch massiv beschleunigt hat.
Der Solarboom in Deutschland hält an, aber die Module werden mittlerweile überwiegend importiert, vor allem aus China. Wer stark sich die Verteilung des Solarkuchens geändert hat, lässt sich auch am Leitindex der Solarbranche, dem „Photovoltaik Global 30 Index" ablesen. Innerhalb von nur einem Jahr ist der Anteil der deutschen Firmen am Solarindex auf 24% gesunken, der asiatische Anteil liegt bei knapp 50%.
Risikolose Rendite von 7% mit Solarstrom
Ein Blick auf die Preise für fertig installierte PV-Anlagen zeigt, was hier in den letzten Jahren passiert ist - zum Nachteil der deutschen Firmen. Wurden vor vier Jahren noch rund 5.000 € pro kWp berechnet, muss man heute nur noch 2.800 kWp zahlen. Damit sind die Preise für neue PV-Anlagen wesentlich stärker gefallen ist die staatlich garantierte Einspeisevergütung - ein sicheres Geschäft für die Eigentümer von PV-Anlagen. Nach Angaben der Stiftung Warentest errechnet sich für eine PV-Anlage eine nahezu risikolose Rendite von rund 7%.