Der seltsame Fall einer „normalen Rezession”
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. Juni 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
An den Märkten ist Ende der vergangenen Woche nicht viel passiert. Die Aktien sind gestiegen. Gold ist gestiegen. Öl ist gestiegen, die Anleihen sind gestiegen. Der Dollar ist eingebrochen.
Aber jetzt bitte zuhören... es gab eine wichtige Ankündigung:
Der Bärenmarkt/ die Kreditkrise / die Krisenzeit ist vorbei.
Warum weiß ich das? Abby Cohen hat es gesagt. Ich habe das Folgende bei Bloomberg gelesen:
Der amerikanische Finanzmarkt hat sich seit März wieder in den normalen Bereich bewegt, sagt Abby Joseph Cohen, Senior Investment Strategin der Goldman Sachs Group in einem Interview.
Vieles von dem, was heute passiert, ist in Wahrheit eine Wiederherstellung dessen, wo wir sein sollten", sagte Cohen. Diese Situation ist deutlich näher am Normalzustand als irgendeine andere Situation der vergangenen 18 Monate."
Bloomberg erwähnt es nicht, aber die Soldaten hatten im Kampf unter George Armstrong Custer bessere Aussichten als Anleger, die Abby Joseph Cohen folgen. Im August 2007 erzählte sie CNBC, dass der S&P500 bis Dezember auf 1.600 Zähler klettern würde. Und im Dezember sagte sie voraus, der S&P500 würde im Jahr 2008 1675 Zähler erreichen werde. Tatsächlich wurde der S&P500 im November 2008 mit 741,02 Zählern notiert.
Ich frage mich wirklich, was sie da, wo Abby Cohen lebt, in Wasser tun
Diese Frau denkt natürlich, die Aktien würden steigen... Daran ist nichts Ungewöhnliches. Sie wird dafür bezahlt, das zu glauben.
Aber warum meint sie denn, dass diese Situation in der Nähe der Normalität sei? Was ist denn in ihrer Welt normal? Defizite, die 13% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen? Eine Pleite bei GM? Amerikanische Präsidenten, die an der Spitze von Automobilunternehmen und Banken stehen? Rettungen... Geldverschwendung auf Staatskosten?... und eine Menge Unsinn, der fast die gesamte Produktion des Landes ausmacht?
Wenn das normal ist... was ist dann nicht normal?
Ich bin zuletzt mit einer Gruppe von Amerikanern abends ausgegangen - in einem der ältesten Londoner Gentlemen-Clubs. Frauen haben an der Bar und in vielen anderen Bereichen des Clubs keinen Zugang, aber sie können zum Abendessen im Haupt-Speisesaal kommen. Unter den Gästen war auch eine junge Frau.
Die Rückkehr der Großfamilie
Ich habe viele Freunde, die gerade das College verlassen. Keiner von ihnen hat eine gute Stelle gefunden. Stattdessen ziehen sie jetzt wieder bei ihren Eltern ein. Und einige von ihnen sind schon Mitte Zwanzig. Das ist sehr deprimierend.
Das ist ein Phänomen, das man als Haushaltskompression bezeichnet. Die Haushalte dehnen sich aus und schrumpfen mit den Kreditzyklen. In den Achtzigern, Neunzigern und den frühen Jahren dieses Jahrhunderts gab es eine große Haushaltsexpansion. Die Familien sind zerbrochen. Männer und Frauen haben sich getrennt und an unterschiedlichen Orten ihre Haushalte gegründet. Die Größe des durchschnittlichen Hauses ist gestiegen... aber die durchschnittliche Zahl der Bewohner ist gefallen.
Diese Trends kehren sich jetzt wieder um. Die Kinder ziehen wieder bei ihren Eltern ein... Ehepartner ziehen wieder zusammen... die Alten bleiben wo sie sind. Mehrgenerationenfamilien sind wieder weiter verbreitet.
Ich habe dafür keinen statistischen Beweis. Aber es ergibt Sinn. Und es ist keine so schlechte Sache. Ich habe über viele Jahre in einem Mehrgenerationenhaushalt gelebt. Großmutter, Eltern und Kinder, alle in einem Haus. Davon schienen alle zu profitieren.
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Sicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Sicheres Geld