Der Schwindel mit der "Nachhaltigkeit"
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 27. Juni 2011, 17:00 Uhr
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das Wort "Nachhaltigkeit" hat sich die letzten Jahre derart verbreitet, dass es manchen Lesern dieses Dailies schon beinahe auf unerträgliche Weise auf die Nerven geht (wie ich aus Zuschriften Ihrerseits zuverlässig weiß).
Dennoch habe ich heute einen kleinen, aber aus meiner Sicht doch recht wichtigen Beitrag zu genau diesem Thema für Sie, der vielleicht sogar einer der wichtigsten hierzu ist, die ich für diesen Daily bisher verfasst habe.
Große Worte, jedoch keine Übertreibung. Worum geht es also?
Wo viel Geld, da wenig Moral?
Wir alle wissen, dass bei großen Trends stets auch große finanzielle Mittel fließen - so auch beim Thema Nachhaltigkeit. Problematisch wird die Sache dabei allerdings dann, wenn Lüge und kriminelle Energie im großen Stile sich einnisten und mancherorts die eigene Seele verloren und die Überzeugung verkauft wird. So ist dies offenbar beim WWF, der weltgrößten Organisation für Naturschutz (die schon länger in der Kritik steht, zu sehr mit der Industrie zusammenzuarbeiten) in erschreckendem und erheblichem Maße der Fall.
Sie alle kennen den WWF aus zahlreichen Fernsehspots und umfangreicher gut durchplanter Werbearbeit als sich wunderbare tier- und naturschützend darstellende Organisation, die sich für den Erhalt unseres Planeten ausgibt. Sicherlich unterstützen auch einige von Ihnen die Organisation mit gutem Gefühl, denn der Panda ist eine bei Konsumenten und Spendern als sehr vertrauenswürdig angesehene und auch finanziell sehr wertvolle Marke.
Am Wochenende stieß ich jedoch auf eine aktuelle ARD-Reportage von Wilfried Huismann, einem mehrfachen Grimme-Preisträger,
welche einmal ordentlich im sprichwörtlichen Keller des WWFs gestöbert hat und dort schockierende Leichen fand, die ich kaum glauben konnte, als ich die Sendung sah.
Kurz und knapp: Ich war und bin noch ziemlich sprachlos, seit ich diese investigative Dokumentation über den WWF sah, welches Schindluder man scheinbar im Namen der Nachhaltigkeit und mit einer gutgläubigen Masse europäischer Spender betreiben kann. Selbstverständlich holte man anschließend seitens des WWFs zum "Faktencheck" (d.h. einer Gegendarstellung aus), doch mich konnte diese nicht wirklich überzeugen.
Aber sehen Sie es sich einfach selbst an.
Anbei finden Sie zwei Youtube-Links zur besagten Dokumentation (Teil 1 und Teil 2).
Sie mögen sich vielleicht fragen, was das mit Investieren zu tun hat, aber gerade wenn es um nachhaltiges Investieren geht, ist ein gewisses Hintergrundwissen aus meiner Sicht unerlässlich um nicht zum Opfer betrügerischer Aktionen zu werden.
Genug der Ankündigungen. Ich kann Ihnen die nachfolgende, sehr augenöffnende Dokumentation nur sehr empfehlen:
http://www.youtube.com/watch?v=Jnqg12v4qJQ
http://www.youtube.com/watch?v=lHV22gYiXME&feature=related