Der Schweinezyklus kommt in Gang - wie Sie verdienen können - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 20. September 2007 17:00 Uhr
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Sie können es sich bestimmt denken: Die Zahl der nun gezüchteten Schweine sinkt. Das hat Folgen: 18 Monate später gibt es zu wenig Schweinefleisch. Und wie meist bei einem zu geringen Angebot steigt dann der Preis.
Und jetzt geht das ganze Spiel von vorne los: Im Ergebnis steht dann ein drei- bis vierjähriger Schweinezyklus. In der heutigen hochkomplizierten Zeit gibt es natürlich noch zahlreiche andere Einflussfaktoren auf die Schweinemast und die angebotene Menge an Ferkeln. Dennoch: Bekommen wir im nächsten Jahr wirklich einen Preisanstieg bei Schwein um 30 Prozent, dann werden Ferkel wohl teuer. Mit Call-Zertifikaten auf "Magere-Schweine" können Sie auf steigende Preise setzen (zum Beispiel mit WKN ABN41S oder WKN GS6MQ7).
Den Schweinezyklus können Sie auch bei Unternehmen miterleben. Es ist doch klar: Wirft irgendein Geschäftsmodell exorbitante Gewinne ab, dann werden in diesen Bereich ganz schnell ganz viele Wettbewerber einsteigen. Der urpsrünglich hohe Gewinn eines einzelnen oder weniger Unternehmen dieser Branche wird eingedampft und sinkt auf normales Niveau. Mein Rat: Sie sollten beim Aktienkauf auf Nischenplayer setzen, in deren Geschäftsfeld es hohe Eintrittsbarrieren gibt. Eine PWO (WKN 696800) oder eine Maschinenfabrik Berthold Hermle (WKN 605283) sind solche Firmen: Hochspezialisiert, das Marktsegment zu klein für große Spieler. Beide Firmen bekommen Sie übrigens für KGVs um 10 und mit üppigen Dividenden.
Am Schweinezyklus können Sie übrigens auch im Abschwung verdienen. Kommen nämlich 2009 massenhaft Ferkel auf den Markt, dürfte der Preis für Schweine fallen. Mit einem Put-Zertifikat sollten dann wieder schöne Gewinne drin sein. Aber dabei nicht die hohen Risiken von Zertifikaten vergessen!
Ihr
Georg Pröbstl