Der Ölpreis kam zu Hilfe
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Rohöl als Geldanlage
vom 16. Oktober 2009, 08:30 Uhr
gegen Ende der Handelssession an der Wall Street zogen die Notierungen wieder an und ein neues Jahreshochm konnte markiert werden. Die kleinen Enttäuschungen, welche durch die Quartalszahlen von Goldman Sachs und der Citigroup hervorgerufen wurden, mussten erst einmal verdaut werden. Danach überwog dann wieder, wie es derzeit eben meist der Fall ist, der Optimismus. Dieser wurde angetrieben durch die Vorfreude auf die nachbörslich zu erwartenden Quartalszahlen von Google, IBM und AMD, aber auch durch den weiter steigenden Ölpreis, der sich nun wieder auf Jahreshoch-Niveau bewegt. Energie-Titel gehörten daher zu den Highflyern am gestrigen Abend.
IT-Branche im Aufwind
Der Internetkonzern Google machte unmittelbar nach Börsenschluss den Anfang bei der abendlichen Zahlen-Show und konnte überzeugen. Sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz konnten die Erwartungen übertroffen werden, was sich dann schon nachbörslich positiv auf den Kurs auswirkte. Im Anschluss daran warteten IBM und AMD mit ihren Zahlen auf. Bei beiden Unternehmen lagen die Zahlen über den Erwartungen, doch beide Aktien lassen nachbörslich Federn. Bei IBM stören die schwächeren Zahlen zu den Service-Neuverträgen, welche quasi Gewinn-Garantien für die Zukunft darstellen. Und Advance Micro Devices (AMD) ist und bleibt trotz verbesserter Zahlenlage ein Krisenfall.
Essensplanung
Schon gestern brachten die Quartalszahlen von Nokia, Goldman Sachs und der Citigroup einige Marktteilnehmer um ihre Mittagspause. Auch heute ist wieder damit zu rechnen, da mit General Electric, Halliburton und der Bank of America erneut viel beachtete Unternehmen ihre Quartalszahlen um 12.30 Uhr und 13.00 Uhr bekannt geben. Also: Essen vorziehen, da von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr bereits wieder mehrere US-Konjunkturzahlen vom Markt verdaut werden müssen.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Schon wieder die massive Widerstandszone vor der Nase
Dax (DAX.I)
Gegen Abend konnte der Dax aufgrund anziehender Notierungen an der Wall Street zulegen. Da bin ich wohl zu früh ausgestiegen, doch das Risiko - die Quartalszahlen der drei Computer-Riesen nach Börsenschluss - war mir einfach zu groß. Vor Handelstart wird der Dax wieder an der massiven Widerstandszone bei 5.860/70 Punkten gesehen, exakt auf dem Kurs-Niveau der gestrigen Vorbörse. Die zwischenzeitlichen Verluste sind damit schon wieder komplett korrigiert worden.
Es bleibt daher bei meinen gestrigen Trading-Ideen: Der nächste Widerstand, den ich schon am Freitag in meinem Wochenausblick erwähnt hatte, ist greifbar nahe. Gestern scheitere der Dax zweimal an der Fibonacci-Marke (vom Hoch bei 8.151 Punkten) bei 5.870 Punkten. Sobald dieser neuralgische Punkte nach oben verlassen wird, gehe ich long. Bei 5.900 Punkten wird es dann wieder heikel. Überwindet der Dax die 5.900er-Zone, dann bleibe ich natürlich investiert. Scheitert der deutsche Leitindex aber, stelle ich meine Long-Position glatt.
Gestern hatte ich den Short-Einstieg bei 5.870 Punkten leider verpasst. Heute nehme ich diese Variante mit in meine Trading-Überlegungen auf. Erweist sich also der massive Widerstand erneut als zu stark, verkaufe ich den Dax. Gleiches gilt, bei einem vorherigen Sprung über diesen Widerstand, wenn die Widerstandslinie bei 5.870 von oben kommen durchbrochen wird.
Auf der Unterseite beschäftige ich mich insbesondere mit dem Kurs-Bereich um 5.810/00 Punkte. Eine Short-Positionierung wird dort beendet und eine Long-Positon eröffnet, wenn sich die Bären an diesem Punkt wieder horten können. Bleibt dies aus, und gleitet der Dax auch unter diese Kurs-Zone ab, bleibe ich short investiert. Gleiches gilt für den Unterstützungsbereich bei 5.760/50 Punkten.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die Bullen lassen nicht locker. Gelingt heute das Überwinden der Fibonacci-Marke bei 5.870 Punkten? Dies wäre gleichbedeutend mit dem Markieren eines neuen Jahreshochs.
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