Der Markt will richtige Lösungen sehen!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 7. Oktober 2008, 20:00 Uhr
ENL5454
Tja, liebe Leser nun ist die Banken-/Kredit-/Liquiditäts-/Vertrauenskrise bereits in die vierte Woche übergetreten und ein allumfassende Lösungsstrategie ist noch nicht durchgedrungen.
Wobei...so ganz stimmt das nicht! Viele Lösungsmöglichkeiten wurden ausprobiert, fanden allerdings immer nur kurzfristigen Effekt. Natürlich hat die Krise mittlerweile auch Europa erwischt (was abzusehen war, ich habe von Anfang geschrieben, dass es sich bei der Liquiditätskrise nicht um ein rein US-amerikanisches Problem handeln kann; mal abgesehen von den hausgemachten Problemen der Europäer [siehe Rohstoff-Dailies ab 25.09]).
Fast belustigt muss ich gerade an die ersten Äußerungen der Europäer in der ersten Krisenwoche nach der Lehman-Pleite denken. :-) Fast durch die Bank weg hatten die europäischen Politiker damals noch behauptet, diese Krise sei eine rein US-amerikanische und bedeute für Europa praktisch nichts. So kann man sich täuschen.
Doch zurück zum Punkt! Die vierte Woche in Folge...jetzt reichts bald mal! Ich erwarte nun endlich zielgerichtete Lösungsvorschläge von allen Seiten. Und nicht nur halbherzige Versprechungen, oder halbherzige Finanzierungszuckerstückchen, während die Zentralbanken gezwungen sind jeden Tag Milliarden bereit zu stellen damit der Interbankenmarkt nicht abstirbt.
Ich erwarte diese zielgerichteten Lösungsvorschläge zumindest am kommenden G-7 Wochenende (wobei ich immer noch dafür plädiere die G-7 auf Russland, China und die Ölstaaten auszuweiten -jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für falschen Stolz).
Denn sonst - so prophezeie ich jetzt mal ganz lax (gefährlich, ich weiß)- wird der nächste Montag der vierte Montag in Folge sein, an dem die Aktienmärkte auf das Ausbleiben von Stabilisierungsmaßnahmen mit dem nächsten Tages-Crash reagieren werden.
OK, ich habe mich in Rage geschrieben, jetzt höre ich auf.
Nein, noch ein letztes: Und von den verflixten Banken erwarte ich dann ebenfalls rasches Handeln, also dass zumindest der Weg in Richtung der nächsten Blümchenwiese wieder eingeschlagen wird.
So jetzt ists aber wirklich gut!
So long liebe Leser...Und schon stelle ich mir eine andere Frage: wie wird sich am Ende wohl die Bankenlandschaft verändert haben?! ...Tja, ich könnte mir vorstellen, dass wir am Ende ein reduzierte Anzahl an Banken sehen werden, aber deutlich mehr Staatsbanken....somit bis morgen
Ihre Miriam Kraus
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