Der MACD und seine Vielseitigkeit (Fortsetzung)
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 12. Januar 2011, 16:00 Uhr
ENL5454
Der MACD und seine Berechnung
Zur Berechnung des MACD werden zwei exponentielle gleitende Durchschnitte (EMA) verwendet. In der Standardeinstellung 12 Perioden (gepunktete Linie) und 26 Perioden (durchgezogene Linie). Der kürzere EMA verläuft naturgemäß viel dichter am aktuellen Kurs als der längere EMA. Im ersten Berechnungsschritt wird nun die Differenz gebildet: kürzerer EMA abzüglich längerem EMA. Im Abwärtstrend (kurzer EMA verläuft unter langem EMA) eine negative Zahl, im Aufwärtstrend (kurzer EMA über langem EMA) eine positive Zahl. Kreuzen sich die beiden EMAs, durchläuft die MACD-Linie die Nulllinie. In einem separaten Fenster wird diese Differenz als MACD-Linie (schwarze Linie) abgebildet. Im zweiten Berechnungsschritt wird die MACD-Linie mit einem weiteren EMA geglättet. In der Standardeinstellung 9 Perioden. Diese Linie, im Chartbild rot dargestellt, wird Signallinie oder Trigger genannt und in das separate Fenster mit der MACD-Linie gezeichnet.
Zusammenfassung: Der MACD verbindet auf ideale Weise zwei Welten der Marktanalyse, die der Trendfolge und die des Momentums (Erläuterung folgt). Im Chart sieht der Trader auf einen Blick, wie sich der MACD (schwarz) um die 0-Linie herum bewegt. Trader ziehen jetzt ihre Schlüsse aus Schnittpunkten und Divergenzen. Handelsregel 1: Schneidet der MACD (schwarz) die Signallinie (Trigger, rot) von unten nach oben entsteht ein Kaufsignal. Das Verkaufssignal entsteht, wenn der MACD die rote Signallinie von oben nach unten schneidet.
In der nächsten Ausgabe: Handelsregel 2 für Konvergenzen und Divergenzen, effektive Tools einer sicheren Trendbestimmung.
