Der Hype um Social Media nimmt gefährliche Ausmaße an
Profit Radar
vom 5. Januar 2012, 19:00 Uhr
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Das ist ein großer Unterschied, den viele Börsianer nicht verstehen. Ein gutes Beispiel ist Nanotech. Da gab es einen kurzfristigen Megahype an der Börse - und danach war Schluss. Dabei sind die realen Erfolge in unserem alltäglichen Leben und in der Wirtschaft unbestreitbar.
Aber dies garantiert eben nicht, dass es auch zu einem langfristigen Börsenerfolg wird. Schauen Sie sich die Social Media-Aktien an, die bisher an die Börse gegangen sind: Von 30 Social Media-Aktien notieren 18 unter ihrer Erstnotiz. Selbst die beiden bisher größten Social Media-Börsengänge, Groupon und LinkedIn, liegen unter den Kursen, zu denen Sie an die Börse kamen. Ein Börsenboom sieht anders aus.
Natürlich wollen die Banken nicht, dass Sie darüber Bescheid wissen. Denn sie wollen mit dem Social Media-Hype Geld verdienen. Das Problem des Social Media-Sektors ist Folgendes: Es ist zwar eine revolutionäre Entwicklung. Aber bisher weiß niemand genau, wie man damit, mit Ausnahme von klassischer Werbung, wirklich nachhaltig Geld verdient.
Wie Sie wissen, bin ich im deutschen Social Media-Bereich exzellent verdrahtet. Zwei Freunde von mir gehören zu den bekanntesten Koryphäen für Social Media in Deutschland. Aber selbst die können mir nicht erklären, wie man als Unternehmen mit Communities wirklich nachhaltig Facebook Geld verdienen kann.
Stattdessen werden in Gesprächen immer nur die schwammigen Themen wie Kundenbindung etc. genannt. Das ist fraglos wichtig. Aber reicht es, um Milliarden-Bewertungen an den Börsen zu rechtfertigen? Wir darauf in den nächsten Ausgaben genauer eingehen.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Volker Wendeler (06.01. 2012 10:38 Uhr):
Stimmt doppelt und dreifach! Es sind auch noch keine Anwender von Social Media bekannt, die bei hohen Kosten kostendeckende Erträge erwirtschaften oder Umsatzsteigerungen zu vermelden haben. Mir wird allerdings nicht klar, warum der Hype gefährliche Ausmaße annimmt.
Antworten - Kommentar von Wolfgang Braun (06.01. 2012 10:46 Uhr):
Moin Herr Wilhelmi, wie verdient man mit Social Networks Geld? Ganz einfach: Man sammelt jede Menge freiwillig abgegebene persönliche Daten ein, verknüpft die dann mit Einkaufsprofilen und verscherbelt das Paket dann an Firmen, die einen mit personalisierter Werbung überschütten können. So geht das mit dem Geldverdienen und auf den Datenschutz ist auch gesch... Viele Grüße aus dem verschneiten Süden Wolfgang Braun
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