Der GSCI-Index
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 27. Juli 2009, 20:00 Uhr
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Am letzten Donnerstag haben wir uns ausführlich mit dem Reuters Jeffries/ CRB Rohstoffindex beschäftigt, dem historisch betrachtet ältesten Rohstoffindex in der Reihe. Wir haben uns auch mit den Problemen der Gewichtung beschäftigt, mit denen der Index über Jahrzehnte zu kämpfen hatte und dem ernüchternden Ergebnis, dass es lange Zeit nicht möglich war die Entwicklung des Index mit Hilfe eines Finanzproduktes vernünftig nachzubilden.
Als nächsten in der Reihe, möchte ich Ihnen heute nun den Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) vorstellen.
Der GSCI Rohstoff-Index
Historisch betrachtet ist der GSCI der nächste in der Reihenfolge der Indizes nach dem RJ/CRB. Dennoch ist der GSCI der älteste Index der auf unveränderter Grundlage berechnet wird. - Sie erinnern sich, der RJ/CRB wurde erst im Jahre 2005 im Zuge einer Revision konzeptionell grundlegend verändert.- Der GSCI wird seit 1991 berechnet.
Die Geschichte des GSCI
Der GCSI wurde praktisch aus der Not heraus" entwickelt. Weil der alte CRB-Index, der zum damaligen Zeitpunkt einzige Rohstoffindex, keine keine Möglichkeit bot als Benchmark für Finanzprodukte zu gelten, musste ein neues Konzept her. Doch den tatsächlichen Anstoß gab ein institutioneller Anleger der an Goldman Sachs herangetreten war, mit der Bitte einen investierbaren Rohstoffindex zu entwickeln. Der Grund dafür, dass die Bitte ausgerechnet an die Investmentbank Goldman Sachs herangetragen wurde, liegt vermutlich darin, dass der Bank nach der Übernahme des Rohstoffhandelshauses J.Aron & Company eine führende Rolle im Rohstoffhandel zukam.
Das Konzept der Geldanlage in einen Rohstoff-Index stand bei der Entwicklung im Vordergrund
Die Banker von Goldman Sachs schlugen diese Bitte natürlich nicht ab und entwickelten den GSCI. Von Anfang war ihr Konzept deshalb darauf ausgerichtet, einen Index zu entwickeln der vor allem die Geldanlage in einen Rohstoffindex möglich machen sollte.
Der GSCI bezieht sich immer auf die nahen Futureskontrakte und wird somit regelmäßig gerollt.
Er beschränkt sich dabei auf liquide handelbare Rohstofffutures. Damit soll sichergestellt werden, dass auch größere Vermögen angelegt werden können.
Allerdings berücksichtigt der GSCI nur Futureskontrakte die in US-Dollar gehandelt werden und in einem OECD-Staat notiert sind.
Jeder ausgewählte Futureskontrakt geht mit einem definierten Mindestgewicht in den Index ein. Jährlich überprüft das Indexkomitee alle möglichen einzelnen Futureskontrakte auf ihre Eignung zur Aufnahme in den Index. So viel zum Beispiel im Jahre 2004 der Orange Juice Future aus dem Index heraus, weil er die Anforderungen nicht mehr erfüllte.
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