Der größte Betrug aller Zeiten
Investors Daily
vom 25. Mai 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Ich habe den ernsthaften Entschluss gefasst, nüchtern zu werden, und diesmal meine ich es ernst. Wenn ich lese, dass der Fed-Kredit in der vergangenen Woche um 3,2 Milliarden gesunken ist, dann habe ich das Gefühl, dass meine blutunterlaufenen Augen mich täuschen müssen, oder dass ich vielleicht doch endlich die letzten noch funktionierenden grauen Zellen abgetötet habe. Ist ein Sinken des Fed-Kredits möglich und kann ich mit einem reinen Gewissen zu meinem alten Leben der trunkenen Zersetzung zurückkehren? Die Zeit wird es zeigen.
Und welche Bedeutung hat das? Weil es das zauberhafte und berühmte Geld ist, dass man einfach aus dem Boden stampft, dass durch einen Knopfdruck bei der Fed an die Banken verteilt wird, die es dazu benutzen, daraus Kredite zu machen. Und sobald dieses Geld in Kredite verwandelt ist, ist echtes Geld erschaffen worden, nicht aus dem Boden gestampft, sondern indem man die Rücklagen angehoben hat, die aus einem Anstieg des Gesamtkredits der Fed kommen, die, wenn Sie aufmerksam aufgepasst haben werden Sie es bemerkt haben, aus dem Boden gestampft wurden. Also kann man sagen, dass ohne das Geld, das aus dem Boden getampft wurde, die Geldmenge, hmmm, konstant geblieben ist.
Mark Lundeen, ein Typ, der wortwörtlich vor Daten trieft, hat mir eine Grafik geschickt, der den Anstieg des Kredits der Fed seit 1938 zeigt. Damals, und das war lag der Kredit bei 10 Milliarden oder so, und er stieg nach und nach immer schneller an. Irgendwann in der Mitte der Siebziger lag er bei 100 Milliarden Dollar, aber er stieg weiter immer schneller und schneller. Und dann, zufällig zur gleichen Zeit, zu der Alan Greenspan ins Amt gehoben wurde, ging er richtig ab. Jetzt liegt er bei 783 Milliarden Dollar.
Sicher, wenn wir uns mit der Geldmenge befassen, die in ihren verschiedenen 'M's gemessen wird, dann stellen wir fest, dass auch die alle gefallen sind, wenn auch aus vollständig anderen Gründen, als die, aus denen der Mogambo fiel. Das geschah, weil ich auf zu wackeligen Beinen versucht hatte, an die Flasche Tequila zu kommen, um sie auszutrinken, damit ich nicht irgendwann später in die Versuchung käme. Die Geldmenge ist jedoch wahrscheinlich aus verschiedenen anderen Gründen gefallen, sicherlich hauptsächlich, weil die Leute ihre Kredite eher abzahlten, als dass sie neue aufnahmen. Es ist vielleicht kein Grund, den Eltern einen Brief zu schicken, sondern verdient eher die Aufmerksamkeit, die kleinen Wolken am Horizont gebührt. Man weiß, dass aus kleinen Wolken große Wolken werden könnten und dann steht man plötzlich da und wird von Wind und Regen gepeitscht und das neue tragbare Radio wird nass, und DAS will wirklich niemand. Es zahlt sich also wirklich aus, ein Auge auf diese kleinen Wolken zu haben.
Selbst Randall W. Forsyth, der die Kolumne von Alan Abelson übernommen hat, stellt fest: "Die Geldmenge (über die man in höflichen Umgebungen kaum mehr spricht) hat ihre Grenzen erreicht, und wenn wir auch keine klein karierten Monetaristen sind, so war doch ein Ende des Geldzuwachses immer ein Omen für einen Konjunkturrückgang und für einen miesen Markt."
Lassen Sie uns jetzt einmal den letzten Satz dieses Abschnitts genau analysieren. "Ein Ende des Geldzuwachses". Der Satz hat wirklich viele Verben und Nomen und so, aber eigentlich interessant ist, dass nicht länger Geld geschaffen wird. Und da Geld nur von solchen Leuten geschaffen wird, die Geld leihen (denn so funktioniert nun mal ein Papiergeldsystem), war das immer schon ein "Omen" – was wohl so was heißt wie "Vorzeichen" oder "wichtiges Warnsignal" oder so was – für einen Konjunkturrückgang". Das Letzte bedarf wohl keiner Erklärung mehr, weil jeder weiß, was ein Konjunkturrückgang ist und wenn man NICHT weiß, was ein Konjunkturrückgang ist, dann weiß man, dass man noch sehr jung ist und dass man wohl nie genug Bildung haben wird, um herauszufinden, warum die eigenen Eltern so sind, wie sie sind, und warum sie einen immer anbrüllen, man soll den verdammten Fernseher abstellen und den Hintern hoch bekommen, eine Aufgabe, die heute meiner Frau zukommt, die damit noch weniger Erfolg hat.
Ebenso alarmierend wie die Tatsache, dass Menschen mich dazu drängen, wirklich zu arbeiten, ist die Tatsache, dass das Finanzministerium augenscheinlich damit aufgehört hat, weitere Schulden zu verkaufen, was mich zu der Frage bringt, wie wir unsere größenwahnsinnigen Visionen eines Imperiums umsetzen wollen.
Es geht hier jedoch gar nicht um die Frage, warum die Bundesregierung und die Zentralbank, augenscheinlich keine Lust mehr haben, sich das Mordsgeschrei des Mogambo wegen dieser monetären Verrücktheiten zu stellen. Es geht hier um Betrug (Und die momentane Geldpolitik ist der größte Betrug aller Zeiten) und die Tatsache, dass immer dann, wenn ein Betrug aufgedeckt wird und alle weinen, ich dafür verantwortlich gemacht werde.
Zum ersten ist GATA, das Gold Anti-Trust Action Komitee unter der Leitung von Eric Hommelberg mit weiteren schrillen Beschuldigungen, dass der Goldmarkt manipuliert würde, zurück. Es besteht kein Zweifel, dass der Goldmarkt manipuliert wird, aber das gilt schließlich auch für alle anderen Märkte. Ein aktuelles Beispiel ist der Markt für Edelmetalle, und Ted Butlers merkt an: "die Technologiefonds haben wegen ihres teuer-kaufen- und-billig-verkaufen-Ansatzes niemals einen echten Gewinn in Gold oder Silber verbucht." Ein interessanter Zusatz lautet: "Die Händler haben nie einen Verlust verbucht." Er merkt an, dass es Leute gibt, ich gehöre dazu, die eine Art von geheimer Absprache zwischen den Händlern und den Techs vermuten. Aber andererseits vermute ich überall Absprachen und Betrug, da ich bis jetzt noch nie etwas anderes erlebt habe.
Aber es gibt auch gute Seiten an der Sache, erklärt Mr. Butler. "Es ist dieses einfach zu durchschauende Handelsmuster der Tech-Fonds, dass die Analyse des COT (Commitment of Traders) so zuverlässig macht. Es ist die Durchschaubarkeit des Verhaltens bei den Tech-Fonds, das es mir erlaubt hat, zuverlässig die Punkte hohen und geringen Risikos am Silbermarkt in den letzten Jahren auszumachen.
Bevor Sie jetzt aber aus dem Sessel springen, um sich auf diese Enthüllung zu stürzen und ein paar Dollar zu verdienen, indem sie das Verhalten der Tech-Fonds beobachten, kommt hier schon einmal der interessanteste Teil: Die Dinge sind plötzlich ganz anders. Tatsächlich stelle ich, während ich das schreibe, fest: "Die Zahlen sind ganz anders als alles, was ich in der Vergangenheit erlebt habe." Und dann schließt man daraus, dass es an der Zeit ist, die alten COT Richtlinien aus dem Fenster zu werfen, weil so viele Geld-Typen diese seltsame Wechselwirkung mittlerweile durchschaut haben und bereit sind, damit abzusahnen.
Was soll man also mit Gold und Silber machen, wenn man es gekauft hat? James Turk schreibt: "Letztes Jahr hat der Staatsbeamte Henry McElroy den HB1342 eingeführt, der unter dem Namen New Hampshire Sound Money Bill bekannt wurde. Diese Gesetzesvorlage sieht vor, dass die Leute ihre Geschäfte mit New Hampshire auch in Gold und Silber abwickeln können."
Wenn das durchkommt, dann wird sich New Hampshire von den inflationären Fesseln eines gesetzlosen Geldsystems losmachen können, zu dem man sie verdonnert hatte, seit Wilson die Zentralbank einrichtete, um die Freiheit von der Regierung in Amerika zu zerstören und uns alle zu Sklaven der Regierung und der Banken machte, was ein großer Fehler war, wie man leicht feststellen kann, wenn man sich einfach nur umsieht.
Aber Mr. Hommelberg geht es um Gold, wenn er sagt: "Das Wissen, dass der Goldpreis gemanaged wurde, half den eingeweihten Barrenbanken, ihren gewinnträchtigen gold carry trade anzukurbeln (indem man das Gold, das von der Zentralbank verliehen wurde, verkaufte). Der fallende Goldpreis war für viele eine win-win Situation." Wie kann das eine win-win Situation sein? Einerseits konnten die Banken das zur Verfügung stellen und dafür einen höheren Preis erzielen, und sie hatten immer noch das verdammte Gold in ihren Büchern stehen, wenn nicht sogar noch in ihren Schatzkammern. Die Leute, die das Gold geleast hatten, verkauften es und konnten nun billigeres Gold am offenen Markt kaufen. Nicht nur das, sondern, wie Mr. Hommelberg anmerkt, "auch die US Regierung begrüßte einen geringeren Goldpreis, da er die Inflationserwartungen senken würde und den Dollar stärken."
Nun hat natürlich das Unvermögen des Goldes, im Preis zu steigen, nichts genutzt, um die Inflation zu verhindern. Es sah einfach nur so aus, als gäbe es keine Inflation, da die Leute sich nicht darum prügelten, ihr abgewertetes Geld gegen Gold einzutauschen.
Er fährt fort: "Diese Bemühungen (der Zentralbank, der Bank of England und anderer, den Goldpreis wieder zurückzudrehen) wurde später von Edward A.J. George, einem Senator der Bank of England, beschrieben: "Wenn der Goldpreis weiter gestiegen wäre, hätten wie in einen Abgrund geblickt. Ein weiterer Anstieg hätte eines oder mehrere Trading-Häuser zerstört, was in der Folge all die anderen hätte mitreißen können. Deshalb mussten die Zentralbanken den Goldpreis um jeden Preis wieder niederschlagen. Es war sehr schwierig, den Goldpreis wieder unter Kontrolle zu kriegen, aber zuletzt ist es uns geglückt. Die amerikanische Zentralbank hat sich sehr darum bemüht, und ebenso die englische ..."