Der Griechenland-Bailout ist da
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 3. Mai 2010, 16:00 Uhr
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da wäre es nun also, das neue Skandal-Geschenk an die Banklobby, frisch gezogen aus Ihrem Geldbeutel, mies verpackt als Griechenland-Hilfe. Entgegen meiner üblichen Art, mir derartige Themen einmal "verbal vorzunehmen", werde ich hierzu heute nichts mehr sagen, außer einer Sache:
Wer es spätestens jetzt noch nicht begriffen hat, welcher Verrat hier läuft bzw. welchen grauen Eminenzen die sog. "Volksvertreter" in Berlin nahezu durch die Bank weg offenbar dienen, dem kann ich auch nicht mehr helfen.
Wenn man sich die Finanzlage der einzelnen Staaten in der EU ansieht, so wird eigentlich relativ schnell klar, dass sich derartige "Bailouts" niemand leisten kann. Auch springen ja bereits erste Länder, die selbst Probleme haben (z.B. Portugal) aus gutem Grund schon jetzt ab. Dies und die Tatsache, dass die ganze Wahrheit des Desasters in Athen und in anderen europäischen Ländern noch gar nicht raus ist, werden letztlich dazu führen, dass Berlin gönnerisch noch weitaus mehr von Ihrem und meinem Geld aus dem Fenster werfen wird, als man bisher zugibt.
Und wenn hier das Ende erreicht ist, wird man sich früher oder später (oder bereits parallel dazu) auch in Europa die bürokratischen Strukturen zum "Gelddrucken im Hinterzimmer" schaffen, womit man langfristig die Kaufkraft des Euros dann endgültig wird abschreiben können.
Wenn sich hier nichts wirkliches ändert (wovon ich ausgehe), wird die Eurozone letztlich zu einer Transferunion und somit Inflationsunion verkommen. Das alles nur für den fanatischen Elitentraum eines undemokratisch und gegen den Willen der Mehrheit der europäischen Völker herbeigeführten EU-Superstaates, den man u.a. über eine gemeinsame Währung erreichen möchte.
Der einzige Tipp, den ich Ihnen heute daher geben kann, ist sich vom Euro in puncto Kapitalanlage so frei wie möglich zu machen. Dies kann über Fremdwährungskonten geschehen, ausländische Aktien, Edelmetalle, Agrarrohstoffe, etc.
Das Euro-Schiff hat mächtig Schlagseite und wird die nächsten Wochen und Monate sicherlich noch weiter vollaufen. Ich rate aktuell von einem weiteren Verbleib an Bord im größeren Stile definitiv ab.
Beste Grüße
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hartmut Fischer (03.05. 2010 19:16 Uhr):
Im eigenen Garn verheddert ! Da haben sich unsere weisen und europaseligen Politiker (Kohl, Waigel, Eichel, Schröder und Co.) auf eine Währungsunion eingelassen, die zwangsweise immer eine Haftungsgemeinschaft bildet, aber unter sinnwidrigem vertraglichen Ausschluss dieses Falls, weil ihnen wohl doch Unheimliches schwante. Die Haftungspflicht der "starken" Staaten im Ernstfall durchschauend, haben die Banken irrsinnige Kredite an eigentlich nicht kreditwürdige Partnerstaaten zu viel zu günstigen Konditionen ausgereicht, worauf diese natürlich aus dem Vollen schöpften und damit teilweise noch mehr Kredite einwarben (z.B. Irland) oder sich einfach einen guten Tag machten (Griechenland). Außerdem haben unsere schlauen Banker ihren amerikanischen Kollegen die so verlockenden gemischten "Wertpapierpakete" abgekauft - die Ratingagenturen hatten sie ja so warm empfohlen. Und nun ist das Ganze aufgeflogen, aber die Banker haben ihre Luxusabfindungen und -versorgungen, die "verantwortlichen" Politiker ihre lukrativen Anschlussjobs, und das Volk sitzt in der Scheiße mit der Aussicht, entweder durch Bailouts oder durch Banken- und Systemkollaps in den Ruin zu gehen. Natürlich sind auch Bailouts nur Bekämpfung von Schulden mit noch mehr Schulden, also noch eine Verschlimmerung der wirklichen Situation! Wei bei einem nicht zu gewinnenden Krieg (Afghanistan) ist aber nur ein Ausstieg aussichtsreich, wenn auch unter schweren Opfern. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, wird in beiden Fällen wie in den beiden Weltkriegen bis zur völligen Ausblutung weitergemacht, und die Bankster und die Taliban haben uns in der Zange. Hat also kein Verantwortlicher mal eine andere Idee, solange noch Zeit ist? Hartmut Fischer
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