Der Goldpreis ist in den letzten 11 Jahren jedes Jahr gestiegen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 21. Juni 2011, 07:30 Uhr
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Wenn man 1971 und 2011 nebeneinander legt, dann muss man zugeben, dass ein Jahr besonders merkwürdig ist. Aber welches? Überlebende Gold-Anhänger von damals - die die Fakten vielleicht aus dem Ruhestand anschauen - haben begonnen zu zucken. Der Goldpreis ist in den letzten 11 Jahren jedes Jahr gestiegen. Aber selbst jetzt ist das Bemerkenswerte am Goldpreis nicht dessen Höhe - sondern die Tatsache, dass er so niedrig notiert.
Um die Inflation bereinigt steht der Goldpreis heute niedriger als im Jahr 1980. Um sein altes Hoch zu erreichen - welches er hatte, als die USA einen Haushaltsüberschuss erzielten und Paul Volcker bereits begonnen hatte, die Geldpolitik zu verschärfen - müsste der Preis auf etwa 2.500 Dollar steigen. Aber rechtfertigte 1981 einen Goldpreis von 2.500 Dollar (in heutigen Dollar) oder tut dies eher das Jahr 2011?
Weder "Quantitative Easing" noch das Internet waren zur Zeit Nixons bereits erfunden. Das Internet wurde als Triumph über Abnormalitäten beworben. Mit dem Reichtum des Wissens der Welt zur Verfügung der Menschen gab es keinen weiteren Grund für die Menschheit, in Sünde und Dunkelheit zu verharren.
Ein Mensch brauchte nur noch ins Internet zu gehen, um seinen Weg zu erleuchten. Wollen Sie wissen, um was es bei "Quantitative Easing" geht...oder wie die früheren Versuche mit der Druckerpresse und dem Drucken von Geld - welches nicht durch Gold gedeckt war - ausgegangen sind? Man muss nur bei Wikipedia nachlesen. Das kostet nichts.
Suchen Sie nur nach älteren Beispielen dafür, dass reine "Papiergeldsysteme ohne Deckung" funktioniert haben. Sie werden solche Beispiele nicht finden. Denn die Gold-Anhänger hatten wahrscheinlich die ganze Zeit Recht; die Goldbindung des Geldes aufzuheben war fast sicher das Vorspiel für ein Desaster. Es ist nur eine Frage der Zeit. Vielleicht braucht es eben eine Menge Zeit.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (21.06. 2011 08:20 Uhr):
Des Einen Guthaben sind des Anderen Schulden. Dazu kommen die Zinsen, die aufgrund des Zinseszinssystems zur exponentialen Aufblähung der Guthaben und Schulden führen. Da Exponentialfunktionen in der Natur als krankhaftes Symptom zu sehen sind (z.B. Krebs), können sich derartige Entwicklungen nur begrenzte Zeit halten und kollabieren dann rasch. Für das ungedeckte Papiergeldsystem liegt die Grenze ab der die Probleme beginnen bei rund 60 Jahren. Dann ist der systembedingte Zuwachs an Zinsen bereits so hoch, dass er trotz aller Innovation nur mehr schwer real "verdient" werden kann. Das "System" kann dann noch einige Zeit am Leben gehalten werden, der finale Zusammenbruch bzw. das "Säubern" des Systems von den nicht mehr tragbaren Lasten lässt sich allerdings schlußendlich mehr vermeiden.
Antworten - Kommentar von Juergen Stolch (21.06. 2011 09:22 Uhr):
Ja, ich kann mich gut an den Tag erinnern als Mr. Nixon die "Goldbindung" des US$ aufhob mein Vater damals war geschockt er hatte uns das so erklärt, dass der Dollar nur noch einen fiktiven Wert hat - und man Geld drucken kann wie mans gerade lustig findet - Er hatte auch recht, denn er hatte zweimal die Inflation mitgemacht - Mit Sicherheit am Ende dieser Entwicklung werden wir 7 magere Jahre erleben - und was kommt dann?
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