Der Goldbullenmarkt steckt noch in seinen Jugendjahren – Teil 2
Ed Bugos in Traders Daily
vom 03. April 2008 12:00 Uhr
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Und so kommt es, dass das aktuelle Umfeld für Gold nicht besser sein könnte.
Die Fed kürzt die Zinsen in einer Zeit, in der die Rohstoffpreise neue Rekorde verzeichnen, die die Experten noch vor zehn Jahren für unmöglich gehalten hätten und zu einer Zeit, in der die massierten Inflationszahlen den Gipfel einer Phase von zwei Jahrzehnten erreichen.
Kombiniert mit den angebotenen Finanzspritzen der Regierung fragt man sich, wo die Disziplin ist, die rücksichtlose Kreditvergaben in der Zukunft abhalten wird. Wenn man Rezessionen als Korrekturen in Richtung natürlicher Marktverhältnisse erfasst, dann werden diese Schritte nur weiterhin dazu führen, dass minderwertige Wirtschaftsbooms garantiert sind.
Heute sehen wir, wie die Fed Geschichte macht, indem sie ihren Einflussbereich über den Schatzanleihenmarkt der Regierung hinaus in den Bereich der Hypotheken- und Brokeragegeschäfte ausdehnt, was nur dazu führen wird, dass noch mehr Inflation noch direkter in Zukunft hervorgerufen werden wird.
Sie haben es mit einer Währung im freien Fall zu tun, bei der wir keinen Boden gegenüber anderen Währungen, ganz zu Schweigen von Gold, finden können, die staatlichen Ausfallquoten liegen auf Rekordwerten, es gibt Mangel auf der Angebotsseite bei Gold, was durch die sozialistische Politik und die Einschränkung der Ressourcen in einigen Teilen der Welt verursacht wird.
Man kann hier noch die Tatsache ergänzen, dass sich sowohl die Produktionskosten im Goldgeschäft als auch das breiteste Maß der amerikanischen Liquidität verdoppelt haben, seit der Bullenmarkt bei Gold begonnen hat – und das hat den Boden massiv angehoben. Was hat also diese Korrektur bei Gold ausgelöst? Der letzte Vorstoß bei Gold trat mit der Ausweitung der Kreditkrise in den letzten Monaten des Sommers 2007 auf. Diese Krise hat wahrscheinlich ihren Gipfel noch nicht erreicht.
Citigroup sagt voraus, dass noch weitere Zinssenkungen vor uns liegen werden. Warum sollte eine irgendwie erwähnenswerte Korrektur bei Gold in genau der Woche stattfinden, in der einer der größten Broker der Welt in die Luft gegangen ist, ganz besonders wenn darauf eine Politik folgt, die Gold direkt nach oben hätte treiben müssen? War es ein Phänomen der Art „Verkauft die Nachrichten? Vielleicht, aber das würde definitiv bedeuten, dass man bei diesem Einbruch kaufen sollte.
Vergangene Woche erwartete der Markt, dass das Federal Open Market Committee den Leitzins der Zentralbank um einen ganzen Prozentpunkt senken würde und man war enttäuscht, als er um nur einen Drei-Viertel-Prozentpunkt gesenkt wurde – weil man aufgrund der Inflation besorgt war. Diese Haltung hat die beste aller Welten hervorgerufen: Steigende Aktienpreise und fallende Rohstoffpreise, als ob ein solch tiefer Einschnitt bei den Zinssätzen tatsächlich das Wachstum ankurbeln und die Inflation unterdrücken könnte – mit einem gezielten Schlag.
Mal ehrlich, wie soll denn das jetzt wieder möglich sein? Richtig, die Presse hat uns erzählt, dass die Zentralbank besorgt sei, dass sie Inflationserwartungen schüren könnte, also hat sie den letzten zusätzlichen Viertelprozentpunkt zurückgehalten.