Der Februar eher leichter
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 1. Februar 2012, 16:00 Uhr
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Ansonsten zählt der Börsenmonat Februar für die Amerikaner eher zu den Monaten mit unterdurchschnittlicher Performance. In den letzten 13 Jahren, so die Analysten Jeffrey und Yale Hirsch, gab es nichts zu verdienen. Die durchschnittliche Performance belief sich auf Minus 2,0 Prozent.
Warum unsere Medien den US-Wahlkampf so genau verfolgen?
Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber beinahe jeden Morgen werde ich über die fortschreitende Nominierungsprozedur der Republikaner im US-Wahlkampf informiert. Über die klassischen Sender wohlgemerkt und nicht über Reuters oder Bloomberg, das könnte ich meiner Frau zum Frühstück nicht zumuten.
Das muss wohl an der Börsenstatistik liegen, denn wenn Obama seinen Wahlkampf gewinnen sollte, sind insbesondere in den ersten 5 Monaten des Wahljahres statistisch gute Börsenergebnisse zu erwarten. Seit 1901 gab es 27 Wahlperioden. Konnte sich die Partei durchsetzen, die bereits im Weißen Haus residierte, belief sich der Börsengewinn in den ersten 5 Monaten in 16 Fällen auf 1,5 Prozent. Musste der Präsident ausziehen, und das war 11 Mal der Fall, belief sich der Marktverlust auf 4,6 Prozent. Nun werden Sie fragen, was das für einen Nährwert haben soll, wenn wir erst im November wissen, ob Obama bleiben darf oder nicht. Nun vielleicht lohnt es sich, diese Statistik umgedreht zu interpretieren. Die Amerikaner haben einen größeren Anteil Ihrer Altersversorgung auf Aktien abgestellt und wenn die Märkte in den ersten 5 Monaten schlecht laufen und Verluste produzieren, schwinden die Chancen für Obama, seine Wiederwahl zu gewinnen. Übrigens seit 160 Jahren wird der Präsident an einem Dienstag im November gewählt, wussten Sie das? Erst sollte die Ernte vor Wintereinbruch eingefahren sein, am Sonntag ist Kirchgang und am Montag erfolgt dann die Anreise zum Wahlbezirk, ja da herrscht Ordnung.
Fazit: Also werden wir Börsianer die nächsten vier Monate sehr genau im Auge behalten und morgens den Vorwahlkampf der Republikaner verfolgen, damit wir einschätzen können, wie stark Obamas Gegner sind. Auf das die Chancen steigen, dass sich der DAX von hoffentlich steigenden Kursen anstecken lässt.
Viel Erfolg am Markt
Jürgen Nowacki
Coach Trading & Sales
Zum ersten Teil von: Das Januar-Barometer mit einer Trefferquote von 92,3 Prozent-