Der Euro weist die Richtung
Claus Vogt, Chefredakteur Sicheres Geld in Investoren Wissen
vom 17. Januar 2012, 16:00 Uhr
ENL5454
da Herr Nowacki heute leider noch verhindert ist, lesen Sie bitte einen exklusiven Beitrag aus dem Strategie-Papier zum Börsendienst Sicheres Geld:
Während sich die Aktienmärkte auch letzte Woche über wieder stabil gezeigt haben, hat sich der Kursrückgang des Euro fortgesetzt. Und an den Rentenmärkten der als relativ sicher erachteten Länder - darunter Deutschland und die USA - verharren die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Akteure, die das Kursgeschehen an diesen Märkten bestimmen, teilen die gegenwärtige Zuversicht der Mehrheit der Börsianer ganz offensichtlich nicht. Auch hier zeigt sich also eine negative Divergenz, die für eine baldige Wiederaufnahme der zyklischen Aktienbaisse spricht.
Obwohl sich die Sentimentindikatoren für Dollar und Euro in der Extremzone befinden, kam es bisher nur zu sehr bescheidenen Ansätzen einer Gegenbewegung. Die seit rund zwei Monaten laufende Abwärtswelle ist überaus dynamisch, aber nicht chaotisch, sondern sehr geordnet.
Das spricht für eine Fortsetzung des Trends. Da Währungen prinzipiell stärkere Trends aufweisen als die Aktienmärkte, also seltener und geringer ausgeprägte Gegenbewegungen durchlaufen, wäre diese Entwicklung trotz einseitiger Stimmungsindikatoren keine Überraschung.
Euro/Dollar, Momentumindikator, 2009 bis 2012
Die technische Unterstützungszone bei 1,30 erwies sich als wenig bedeutsam.
Quelle: www.decisionpoint.com
Wie üblich sehen Sie im unteren Teil des Charts den PMO. Er befindet sich noch recht deutlich über seinem Anfang Oktober erreichten Tief. Die bisherige Stärke des Euro-Abwärtstrends spricht dafür, dass dieser Trend weiter anhalten wird und der PMO in den kommenden Wochen unter sein Oktober-Tief fallen wird.
Falls das nicht passieren sollte, würde es sich natürlich um eine positive Divergenz handeln. In diesem Fall müssten wir mit dem Beginn einer ausgeprägten Gegenbewegung oder sogar mit einer Trendwende rechnen und unsere Dollar-Position im Spekulativen Depot verkaufen. Ich halte dieses Szenario derzeit zwar für sehr unwahrscheinlich. Aber blind dafür bin ich natürlich nicht.
Herzlichst
Ihr
Claus Vogt
Chefredakteur Sicheres Geld
Tipp: Schauen Sie sich jetzt drei Monate lang den erfolgreichen Börsendienst von Dr. Martin Weiss und Claus Vogt an. Als Dankeschön für Ihr Interesse erhalten Sie „Das ultimative Überlebens-Handbuch für die wirtschaftliche Depression" gratis (solange der Vorrat reicht). Für weitere Informationen klicken Sie hier: Sicheres Geld.
