Der Euro vor einer Neubewertung?
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 17. März 2011, 16:00 Uhr
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EU-Finanzminister verschärfen Haushaltsregeln, aber wird der Euro davon profitieren können?
Schärfere und schnellere Sanktionen gegen EU-Defizitsünder sollen Ordnung ins System bringen. Am Dienstag war es soweit - nach monatelangem Tauziehen und Diskussionen, welche Mitgliedsländer im Falle eines Supergaus der Schuldenberge welche Garantien einzulösen hätten, gibt es nun offensichtlich Klarheit. Deutschland soll demnach innerhalb des neuen EU-Rettungsschirms EFSF für 200 Milliarden Euro Garantien übernehmen und 25 Milliarden Euro in den Krisenfonds einzahlen. In den Medien wird sogleich kolportiert, dass Finanzminister Schäuble verstärkte Sparanstrengungen einfordern werde, um eine höhere Neuverschuldung zu vermeiden.
Wie dem auch sei, Fakt ist: Die EU-Kommission hat sich bewegt und den neuen Rettungsschirm sowie die Haftungsgrundlagen der Mitgliedsstaaten neu geregelt. Und jetzt kommen wir zu der Frage, die für Investoren, Anleger und Spekulanten wichtig ist, die am Forexmarkt in Devisen spekulieren oder mit Optionsscheinen auf den Euro setzen wollen. Die Frage lautet: Wird der Euro von diesen vertrauensbildenden Maßnahmen profitieren?
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Peter Müller (17.03. 2011 18:47 Uhr):
nein, der € wird davon nicht profitieren. Es geht immer mehr in Richtung Transferunion.Die Ursache, d.h. die mangelde Wettbewerbsfähigkeit der schwachen € Länder wird dadurch nicht behoben.
Antworten - Kommentar von Eurogegner (17.03. 2011 19:35 Uhr):
Wurden die Maastricht-Kriterien eingehalten? Nein! Wurde der Vertrag von Lissabon eingehalten? Nein! War der im letzten Mai verfassungswidrig gemachte Rettungsschirm ausreichend? Nein! Wer will denn glauben, dass sich die PIGS jetzt an etwas halten, oder besser halten können? Der Euro liegt doch schon auf dem Sterbebett. Natürlich kann man ihn noch handeln und eventuell dabei Gewinne erzielen.
Antworten- Antwort von juergen Nowacki (17.03. 2011 22:27 Uhr):
ja genau das ist es was uns im Handel interessiert, sonst wäre ich Politiker geworden :-)
- Antwort von juergen Nowacki (17.03. 2011 22:27 Uhr):
- Kommentar von Claus Martin (18.03. 2011 11:54 Uhr):
Der Wert des Euros hängt von der wirtschaftlichen Stärke des Euros im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften ab. Vergleichen wir den Euro mit Gold, dann sehen wir, dass der Euro bereits stark abgewertet ist, ca nur noch 30% seines ursprünglichen Wertes. Im Vergleich zum US$ steht der Euro noch gut dar, aber nur, weil der Dollar selbst noch stärker an Wert verloren hat. Betrachtet man alle Staatsschulden im Euroraum, dann dürfte müßte der Euro stark abgewertet werden und genau das wird schleichend geschehen. Die Regierungen können den Schuldenberg nie mehr abbauen, nur durch hohe Inflationsraten ist dies möglich.
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