Der Boden könnte erreicht sein
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily
vom 10. Januar 2012, 17:00 Uhr
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Die Erwartungen an die Alcoa-Zahlen lagen aufgrund der oben geschilderten Situation also schon auf sehr tiefem Niveau: Analysten hatten die Prognosen bereits im Vorfeld um 88% auf durchschnittlich nur noch einen Cent ja Aktie gesenkt. Das Ergebnis fiel aufgrund der Restrukturierungskosten sogar noch schlechter aus. 193 Mio. USD Verlust bzw. 018 USD je Aktie stehen in den Büchern. Ohne die Sonderposten wären es immer noch 34 Mio. USD gewesen nach 258 Mio. USD im Vorjahresquartal.
Trotz dieses grottenschlechten Ergebnisses zeigten sich allerdings Analysten positiv überrascht vom Umsatz, der um sechs Prozent auf 5,99 Mrd. USD zulegen konnte. Und der Ausblick auf 2012 verhalf Alcoa nachbörslich sogar zu einem deutlichen Plus. Denn die Nachfrage nach Aluminium soll in diesem Jahr trotz trüber Wirtschaftsaussichten um sieben Prozent anziehen. Die weitere Prognose bis zum Jahr 2020 belässt Alcoa sogar auf dem hohen Niveau, das 2011 schon angekündigt worden war. Grund dafür sind die Anstrengungen, Energie einzusparen, die in allen Sektoren der Wirtschaft unternommen werden. Und dafür wird in immer mehr Bereichen das Leichtmetall benötigt. Ganz besonders in der Autoindustrie, die auf der jüngsten Autoshow weiterhin Zuversicht für die Absatzzahlen zeigt.
Interessant zeigt sich der Chart des Aluminiumriesen:
Wenn die jüngsten Tiefs aus dem Dezember gehalten werden können, dann kann sich hier ein Trendwechsel abzeichnen. Grund dafür wäre trotz der schlechten Zahlen der besser als erwartete Ausblick. Denn der schafft Zuversicht für eine bessere Zukunft, während die schlechten Nachrichten auf diesem extrem tiefen Niveau endlich eingepreist sein könnten.
Herzliche Grüße,
Ihre Daniela Knauer