Der Baumarkt präsentiert sich stark, gut für uns!
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 21. Februar 2012, 17:00 Uhr
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heute ist es also so weit: Das nächste Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 130 Mrd. EUR wird bereitgestellt. Noch sind zwar nicht alle Beschlüsse und Folgen in Kraft, es kann somit noch weitere Probleme und Verzögerungen geben. Doch die Entscheidung ist gefallen, die Schulden der Hellenen europaweit zu verteilen und damit besonders die Banken vor Schieflagen zu bewahren. Ob das überschuldete Land damit langfristig gerettet werden kann, steht in den Sternen - ich wage es zu bezweifeln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die ohnehin mehr als angeschlagene Wirtschaft auf die Beine kommen soll, wenn nur immer weiter gespart wird. Denn das ändert nichts daran, dass der Euro für Griechenland viel zu hoch bewertet ist, Produkte und Dienstleistungen daher nicht wettbewerbsfähig sind. Der Ökonom Hans-Werner Sinn gab dazu der FAZ ein Interview, das ich für lesenswert halte. Wenn keine neuen Perspektiven entwickelt werden, wird das wohl nicht die letzte Griechenlandrettung gewesen sein.
Märkte zeigen sich verunsichert, wie sie auf die Entscheidung reagieren sollen
Die Märkte wissen bislang nicht so recht, was sie mit den Nachrichten anfangen sollen. Zuerst gab es einmal das typische „sell on good news", wie das so oft beobachtet werden kann, wenn die meisten Marktteilnehmer mit einer Nachricht gerechnet haben. Solange der EUR/USD-Kurs jedoch nicht nachhaltig unter die Marke von 1,32 fällt, ist nicht mit einer größeren Konjunktur der Börsen zu rechnen. Bisher könnten Sie den heutigen Rücksetzer auch als Abwarten sehen, wie die Amerikaner heute reagieren werden, die gestern ebenso wie große Teile Deutschlands einen Feiertag begingen. Ja, ich weiß, Rosenmontag ist kein Feiertag, aber dennoch steht in den Hochburgen der närrischen Tage das Geschäftsleben überwiegend still, so auch in unserer Bonner Zentrale.
Positive Nachrichten für Rohstoff-Investoren
Neben der unendlichen Griechenlandgeschichte gab es jedoch weitere Nachrichten aus der Wirtschaft, durch die weiter positiver Wind für die Märkte erzeugt wird: Die chinesische Zentralbank reduzierte die Mindestreserven für die Banken um 0,5%, damit der Wirtschaft mehr Kapital zur Verfügung steht und der Konsum angekurbelt wird. Asiens Börsen präsentierten sich daher zu Wochenbeginn fester. Ferner gab es positive Daten vom US-Häusermarkt: Die Neubaurate stieg überall in den USA, am stärksten im Norden um 14,1%. Damit wird der Arbeitsmarkt weiter positiv tendieren und mehr Arbeitsplätze bringen natürlich auch mehr Konsum. Allerdings wird die Freude gedämpft durch die hohen Preise an den Tankstellen. Während der Anstieg des Ölpreises bisher vor allem ein Phänomen war, das aufgrund der Nahost-Problematik Brent-Oil nach oben trieb, gelang jetzt auch dem WTI-Oil der Ausbruch aus der Konsolidierungszone. Angesichts der Tatsache, dass gerade erst die besonders günstige Saison für den Ölpreis beginnt, die traditionell mindestens bis Ostern anhält, könnte das noch für weiter unangenehme Überraschungen an den Tankstellen sorgen. Da hilft Ihnen nur, an weiter steigenden Preisen zu profitieren, entweder über entsprechende Aktien oder über derivative Instrumente auf den Ölpreis oder Benzin (Gasoline) selbst. Entsprechende Empfehlungen finden Sie wie immer in den einschlägigen Premiumbriefen des Investor Verlags.
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