Der Bär ist los
Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 20. Juni 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Die Märkte,
gestern hat es die Bullen erwischt. Viele Marktteilnehmer glaubten im EUR/USD wieder an die 1,27 und sind dann unter 1,26 ausgestoppt worden. Wie so üblich löst dies eine kleine Lawine aus und somit war es nicht verwunderlich das Low von 1,2550 zu sehen. Ich glaube gestern war für einige Bullen ein teurer Tag.
EUR/JPY testete daraufhin erneut die 145er Marke. Zeitweise mit Erfolg, aber nicht nachhaltig genug. Heute Morgen wird der EUR gegen den JPY über 145 gehandelt.
Ein Hauptthema heute Nacht waren wieder die geliebten Zinsen. Im Moment geht es nicht mehr darum ob die Zinsen in den USA steigen werden, sondern darum, ob die Zinsen trotz langsamer Konjunktur steigen werden. Das löst so genannte Ängste aus und deshalb verliert der EUR.
Manchmal geht es wirklich an die Schmerzgrenze manche Kollegen zu lesen oder zu hören.
Der Bär ist los
Lieber Leser
ich ermahne unsere Anrufer immer zur Vorsicht, da der Devisenmarkt gross ist und es viele Haifische draussen im Ozean gibt. Deshalb sollte man auf sein Kapital gut aufpassen. Jetzt ist aber ein neues Phänomen in Bad Tölz aufgetreten. Zusätzlich zu den vielen Bullen die wir hier in Bayern haben, ist jetzt der Bär los. Das ist wirklich neu und sorgt bei dem einem oder anderen Stammtisch in Lenggries für Gesprächsstoff.
Der Gegenpol
Der Gegenpol zu Amerika wird gebildet. Die Militärmächte Russland, China, Indien und Pakistan beschlossen gerade ein Militärbündnis. Ursprünglich wäre der fünfte im Bunde der Iran gewesen. Erst nach heftigster Intervention von amerikanischer Seite hat man davon erstmal Abstand genommen. Mit diesem Bündnis kommen bei mir wieder die Gedanken des „Kalten Krieges“ auf. Zu der Zeit, als zwei Atommächte gegenüberstanden und jeder bis auf die Zähne bewaffnet war. Dies konnte sich damals Russland, oder die ehemalige UDSSR nicht mehr leisten und verlor den friedlichen Krieg. Ich weiss noch wie mein Nachbar einen Atombunker in seinen Garten gebaut hat. Nach der Entspannung wurde dieser wahrscheinlich zum Weinkeller umfunktioniert.
Wissen Sie wo die meisten Millionäre leben. Nicht in Monaco. Nein in Moskau. Merkwürdig ist nur, dass dies einstmals arme Land Russsland vor 20 Jahren über Nacht zum Tummelplatz von Millionären wurde. Wie funktioniert denn so etwas.
Wenn Sie mich fragen, war es billiger den damaligen Russen Milliarden zu geben und dekadent zu machen, bevor man weiter aufrüsten muss. Allein über die Tochter von Gorbatchow sind Milliarden geflossen. Aber nicht in das Land sondern in die Schweiz. Zu der damaligen Zeit pumpte man Geld in dieses Land, damit der Frieden erhalten wird und weil es billiger war wie ein Wettrüsten.
Jetzt stehen wir wieder vor neuen Türen. Wen sollen wir als nächsten bestechen. Wir können es mal mit dem Iran versuchen. Dummerweise funktioniert diese Taktik von damals mit den „Religiösen“ nicht. Erstens haben die Iraner genügend Geld und zweitens sind sie zum Teil fanatisch. Zumindest lieben manche von Ihnen den Tod mehr als das Leben. Wie soll man da mit Geld etwas ausrichten. Vielleicht wäre da die bessere Lösung alle in den geliebten „7. Himmel“ zu schicken. Wir könnten ja denjenigen Helfen, die Tod mehr lieben als das leben.
Diese Gedanken sind nur Zynismus und keine Lösung. Wir müssen aber trotzdem nachdenken, wie die weitere Zukunft verlaufen soll. Die Allianz gegen Amerika und somit auch gegen uns wird in der östlichen Welt immer stärker. Denken wir noch 10 Jahre mehr voraus, dann hat Amerika und seine Anhänger ein wirkliches Problem. Ich wünsche mir deshalb ein unabhängiges Europa.
Herzlichst
Daniel Fehring
