Dem Wachstum den Weg ebnen - Teil 2
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 10. März 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Es gibt auch noch andere Wirtschaftswissenschaftler, die für die Universitäten und die Hochschulen arbeiten. Was wollen sie erreichen? Sie wollen zeigen, dass sie zu einer elitären Klasse gehören... dass sie in der Lage sind, das Land zu führen... dass sie in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Sie sind in der Lage, die Sache zu betreiben.
Man bekommt in der akademischen Welt keine wichtigen Posten, wenn man negativ denkt. Man gewinnt den Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften nicht, indem man sagt: Hey, das alles ist sehr unterhaltsam... diese Wirtschaft... aber es gibt nicht viel, was man tun kann."
Hier auf diesen Seiten schreibt einer, der nicht darauf hofft, eine Anstellung zu finden... oder einen Nobelpreis... oder auch nur eine Gehaltserhöhung. Ich habe keinen Chef und niemanden, dem ich schmeicheln oder in die Irre führen müsste. Ich muss niemandem Rede und Antwort stehen, außer meinen geschätzten Lesern. Und nicht einmal auf diese achte ich immer.
Will ich eine Krise? Nun... ja,... her damit. Aber nicht, weil es mir gefallen würde, zu sehen, wie die Menschen ihre Häuser verlieren und Schlange stehen, um Brot zu bekommen. Es liegt nur daran, dass ich weiß, dass während der Blasenjahre viele Fehler gemacht wurden - die wir größtenteils der Regierung zu verdanken haben, die die Wirtschaft in die Irre geführt hat.
Während das wahre, zugrundeliegende Vermögen um nur 2% im Jahr gewachsen ist, haben die Leute 5% bis 10% mehr ausgegeben... Diese Spanne ist in den Jahren der Blase noch weiter gewachsen, wodurch im Grunde genommen ein Vermögen verbraucht wurde, dass noch nicht einmal verdient wurde... und das zu so vielen Fehlern bei der Kapitalinvestition führte, dass es keine Möglichkeit gibt, zu verhindern, dass man das wieder ausgleichen muss - und das erkennen wir dann an einer Krise.
Hier auf diesen Seiten ist man für eine Krise... genauso wie für den tiefsten Winter. Es reinigt die Luft... und bereitet die Erde auf den Frühling vor.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Christoph Stein (10.03. 2010 09:22 Uhr):
Hallo, die ganz einfache Wahrheit zu sagen schmeckt weder der Oligarchie noch der bewußt falsch informierten breiten Masse, die in einer einfältigen Ergebenheit (was soll man da machen?) sich der mittelfristigen Konsequenzen dieses krankhaften Kontrollstaates nicht bewußt ist. Die westliche Welt hat einfach ihre Zukunft verlebt, das Rennen um die letzten Kuchenstücke nimmt kroteste Formen an. Subventionsverschwendung und ungerechte Steuerbelastungen werden zunehmen, der Staat wird die noch verbleibende Produktivität zur Bezahlung und Bedienung seines in der vorliegenden unnötigen Verschwendung für Pensionen, Beihilfen sowie reine Daseinsbezahlung mit allen Mitteln und Diktaten abschöpfen. Als von kleinkarierten und weltfremden Finanzbeamten gejagtem Mittelständler bleibt hier nur als Konsequenz die Suche nach einem Land mit wirklich demokratischem Grundgedanken. Die Gewerbesteuer ist verfassungskonform, wo bleibt die Beamtensteuer wegen des absoluten Inflationsschutzes und Bezugsrecht auf das Lebensende. Otto-Normalverbraucher versteuerte immer eine wertlose Zukunft zu einem zeitgerechten Wert.
Antworten - Kommentar von Reiter Harald (10.03. 2010 10:17 Uhr):
Werter Herr Bonner, ich lese Ihre Newsletter seit ca 4 Wochen und habe mir auch- wie der von Ihnen zitierte Leser – manchmal gedacht, er malt wohl etwas zu schwarz, das kann doch nicht sein; Dennoch, das Gros Ihrer Ausführungen und Argumentationen deutet darauf hin, dass die Krise noch längst nicht vorbei ist, sondern wahrscheinlich die wirkliche Härte erst auf uns zukomt. An dieser Stelle habe ich 2-3 brennende Fragen : Griechenland hat eine Staatsanleihe über ca 6 Miliarden Euro aufgelegt und wurde diese- trotz des drohenden Staatsbankrotts - binnen weniger Tage vollständig verkauft. Es können meines Erachtens vorwiegend nur institutionelle Investoren gekauft haben, sonst würden diese Papiere eine erheblich längere Verkaufsfrist benötigen. Wenn aber ebendiese Investoren so schnell kaufen, dann kann, so glaube ich, dieses nur bedeuten : 1. es wird darauf vertraut, dass die EU-Staaten einspringen werden, wenn es in Griechenland schief gehen sollte. 2. die Papiere werden entweder mit Hedgepapieren abgesichert oder sie werden den Nationalbanken als Sicherheit für billige Kredite wieder hinterlegt !? Wenn dem so ist, haben wir als Staatsbürger den Institutionellen geholfen, auf unsere Kosten und Risiko höhere Zinsen zu erwirtschaften, als marktüblich und das praktisch ohne Risiko. Und, unsere Staatschefs haben uns wieder mal belogen, da sie wahrscheinlich von diesen Transaktionen wussten, wenn nicht gar in Auftrag gegeben haben. Was mich weiters brennend interessiert : Die von Ihnen zitierte Hedge-Blase in Höhe von mehr als 600 Billionen US-Dollar. Was sind das für Papiere ? Welche Laufzeiten hat das Gros dieser Papiere ? Basiert Ihre Zahlenangabe auf US-numerischem Zahlensystem oder Europäischem Zahlensystem ? wenn es das US-System ist, wird’s nicht so schlimm, da es sich dann um ca 445 Milliarden Euro handeln würde. Das bringt das System noch nicht ins Wanken, wenn Teile davon platzen. Welche Bonität haben die sog. „prime house credits „ in den USA noch ? wird das das nächste Debakel ? Was macht China weiterhin mit Ihren riesigen Dollarreserven ? Wann glauben Sie, dass der Dollar als Welthandelswährung abgelöst werden könnte ? Wie geht es in Japan weiter ? Gibt es internationale Statistiken ( USA gesamt und Staaten, Europa gesamt und Staaten, Japan, China, Indien, Brasilien, Russland u.a. ) über Bruttonationalprodukt, Wachstumsraten, Staatsverschuldung absolut und Prognosen p. a., Geldmenge, Geldmengenwachstum u. div.andere statistische Staatswerte zum Vergleich ? wenn ja, wo erhältlich ? Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre bisherigen Ausführungen. Sie geben wertvolle Denkanstöße und mahnen sowohl zur Vorsicht als auch zum Handeln. Machen Sie weiter so, und recherchieren Sie weiterhin für Ihre Leser. Reiter Harald
Antworten - Kommentar von Hans Welter (10.03. 2010 14:08 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, Ich hoffe Sie lassen sich "Ihre Wahrnehmung " der Dinge nicht durch falsche Kritik verwässern. Für die Wahrheit schmeichelt Ihnen eben keiner. Sie tut meistens nur schmerzen. MFG Hans
Antworten - Kommentar von Ralf Banna (11.03. 2010 12:43 Uhr):
Hallo, Bill. Im jüngsten Spiegel erschien ein Beitrag einiger "alter Kameraden" zur Möglichkeit eines NATO.Beitritts Russlands. Die Sache insgesamt scheint sich also gegen China zu richten (Vorwand: Umweltschutz, welcher gleichwohl auch von mir angwendet wird, 1 Mrd. Menschen zusätzlich mit PKW (also auch Indien etc.) ist schlichtweg ein Albtraum). Wie denkt Ihr darüber ? Gruß, R.B.
Antworten - Kommentar von Holger Lamberts (18.03. 2010 00:16 Uhr):
Lieber Herr Bill Bonner Sie schrieben:„Hier auf diesen Seiten ist man für eine Krise... genauso wie für den tiefsten Winter. Es reinigt die Luft... und bereitet die Erde auf den Frühling vor.“ Ebnet man so dem Wachstum den Weg ??? Sein wir doch mal offen und ehrlich: Politiker vom Stile eines Ludwig Erhard - würden die Büdgetlöcher zu den „Sauren Wiesen“ stopfen, - und würden Investitionen der Privatbetriebe begünstigen, um damit die Konjunktur anzukurbel und ein langfristiges Wirtschaftswachstum zu generieren über welches die Schulden abgearbeitet werden können - und würden auch die Liquditätsflüsse über geeignete Sparförderungen lenken - und würden auch Staatsausgaben dahin lenken wo fleißige Hände ruhend auf Arbeit warten (Ludwig Erhard sprach da immer von „Kunjunkturwirsamkeit der Staatsausgaben“. Was aber machen unsere Politiker in fast ganz Europa ? Sie machen Schulden um die „Saueren Wiesen“ liquid zu halten und hoffen, dass diese Liquidität dann eine Hyperinflation auslöst, welche die Schulden auf Kosten der Sparer tilgt. Warum nennen Sie, Herr Bonner das Kind nicht beim Namen? Warum schreiben sie nicht mal, was notwendig wäre ? wir wissen das doch, oder ???? oder müssen erst Radikalinskys die Macht ergreifen um zu tun was notwendig ist ?? Ich gehöre leider zur Wehrlosen Gesellschaft deren Schicksal Vance Packard in den 60er Jahren ja nur sehr moderat vorhergesehen hat, aber sie haben den Griffel (den modernen Zepter) doch in der Hand. Ich, aus meiner Position kann nur hoffen, das China mit billiger Wäsche und so weiter unsere Preise unten hält und unseren Politikern so die Choose mit der Inflation vermasselt. „Es lebe der totalitäre Kommunismus ! ? ! “ Liebe Grüße Holger Lamberts
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