DAXSector Banks: Abwärtstrend beendet?
Andreas Wolf in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 6. August 2008, 08:00 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
seit ziemlich genau einem Jahr hält die Banken- und Hypothekenkrise die Märkte nun in Atem. In drei größeren Schüben halbierte sich der DAXSector Banks vonn 700 auf 350 Punkte und zog dabei auch den von einigen Bankaktien beeinflussten DAX mit in die Tiefe. Charakteristisch für die intakte Abwärtsbewegung waren vor allem die scharfen, aber nur kurzen Erholungsbewegungen. Die jüngste Reaktion auf sechswöchigen Kursrutsch im Juni und Juli erschien genau nach diesem Muster abzulaufen und einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung einzuleiten. Doch statt einer weiteren Abwärtswelle folgte ein erneuter Anstieg an den noch gültigen Abwärtstrend, der heute gebrochen werden könnte.
Zwar drohen nach wie vor noch Abschreibungen bei den größeren Instituten, doch scheint sich deren Umfang nun besser eingrenzen zu können als noch vor drei Monaten. Zudem ist die Branche dazu übergegangen, verfrühte optimistische Entwarnungen zu unterlassen, operiert dafür aber mehr mit belastbarem Zahlenmaterial. So erhalten zumindest jene Institute einen Bonus von den Märkten, die mit ihren jüngsten Quartalsberichten wohl den größten Teil der Belastungen aus der Hypothekenkrise praktisch abgeschrieben haben. Da dies die kleineren Banken zumeist eher vollzogen haben dürften als die großen Investmentbanken, liegen die ersten Hoffnungsschimmer auch in der Stabilisierung dieser Aktien.
Im DAXSector Banken kommt es nun darauf an, die günstie Gelegenheit zum Bruch des einjährigen Abwärtstrends zu nutzen und so eine Bodenbildungsphase einzuleiten. Idelaerweise sollte die Fortsetzung des Kursanstiegs unter weiter steigenden Umsätzen und mit dem zügigen Erreichen des nächsten Widerstandes bei rund 450 Punkten vollzogen werden. Ist dies geschafft, wird es in jedem Fall zu einem nochmaligen Test der überwundenen Abwärtstrendlinie kommen. Das ist Bestandteil der dann folgenden Bildung eines stabilen Bodens. Im weiteren Verlauf wäre dann mit einer Seitwärtsbewegung unterhalb der 200-Tage-Linie zu rechnen, wobei die Schwankungen der Kurse weiter abnehmen. Dieser Prozeß sollte mindestens drei Monate in Anspruch nehmen. Erst dann kann von einem Ende des Abwärtstrends und einer gelungenen Bodenbildung gesprochen werden.
