DAX: Warten auf kurzfristiges Umkehrsignal
Andreas Wolf in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 14. Januar 2009, 08:00 Uhr
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Als wäre nichts gewesen- die Gewinne vom 22.12.bis zum 6.1.waren kein Weihnachtsgeschenk von Dauer. Kaum durchschritt der DAX die Marke von 4.668 Punkten nach unten, verlor rapide weitere 70 Punkte bevor die Bullen wieder etwas Gegenwehr zeigten. Die Schwierigkeit der aktuellen Marktsituation liegt darin, dass in der Interpretation des mittelfristigen Chart-Bildes sich kaum etwas getan hat. Hierzu müsste der DAX das November-Tief bei 4.014 Punkten nicht nur testen, sondern auch unterschreiten. Aus sehr kurzfristiger Sicht besteht bisher seit dem Wendepunkt von vor knapp einer Woche ein sauberer Abwärtstrend, der bisher noch keine Umkehrzeichen aufweist. Nur das Hantieren mit der einen oder anderen Unterstützungslinie und der Blick auf die lassen in etwa erahnen, wo sich der Bär demnächst einmal die Tatzen verbrennen könnte. Im Wesentlichen gehört dazu der Unterstützungsbereich zwischen 4.460 und 4.510 Punkte. Dort dürfte es im ersten Anlauf etwas schwieriger werden, weiteren Kursdruck auszuüben. Auf der anderen Seite vermitteln weder die Abwärtsdynamik des MACD noch des Momentums den Eindruck, dass es bei den Bullen zu mehr als einer Gegenreaktion in den Bereich um 4.818 Punkte reichen wird. Verbleibt der zu erwartende Aufwärtshaken innerhalb des kurzfristigen Abwärtstrends, dürften bei der Fortsetzung der Abwärtsbewegung aber mindestens 4.460 Punkte auf der Agenda stehen.
Die heute anstehenden Konjunkturzahlen aus den USA werden allesamt keine größeren Marktbewegungen auslösen. Weder dürften die Preise für den Im-und Export noch die Lagerbestände im November größeren Schwankungen anheim gefallen sein. Interessanter dürfte die Einzelhandelsumsätze im Dezember sein, zeigen sie doch, wie stark die Krise auf den US-Verbraucher schon durchgeschlagen hat. Dazu passt dann auch die Bilanz-PK der deutschen Pflegemittelkette Douglas. Darüber hinaus werden mit Sicherheit Diskussionen um die bevorstehende Leitzinsentscheidung der EZB am Donnerstag für die eine oder andere Verschiebung am Markt sorgen. Bevor der Tenor dieser Entscheidung aber nicht veröffentlicht wurde, wird es nicht zu größeren Ausschlägen, insbesondere auf der Oberseite, kommen. Der Überraschungseffekt bleibt in dieser Woche also ganz auf der Seite der Notenbanker.
Konjunkturdaten: USA: Einzelhandelsumsätze Dezember, Import- und Exportpreise November, Lagerbestände Industrie November
Unternehmen: Bilanz-PK: Douglas, Q3-Zahlen: Südzucker
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 4.510; 4.551; 4.622
Widerstände: 4.668; 4.770; 4.818
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
