Dax: Trendwende?
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 27. Januar 2010, 18:00 Uhr
ENL5454
Sie sehen die lange Abwärtsbewegung im Chart. Unterbrochen von einigen Zwischen-Rallies war der Trend bislang eindeutig nach unten. Nach einer Verlangsamung der Abwärtsfahrt hat der Wert aktuell eine „schöne" Unterstützung ausgebildet (blaue Linie) und konnte die schwarz gestrichelte (für eindeutige, langfristige Interpretationen eher „schwache") Abwärtstrend-Linie überbieten. Allerdings:
Noch einige Hürden voraus
Um hier von einem „Turnaround" zu sprechen, müsste der Wert zunächst über die starken Widerstände (grüne und rote Linie) ansteigen und danach (entscheidend!) die blaue Kurve nach oben durchbrechen. Die blaue Kurve ist der von mir favorisierte 256-Tage-GD, also in etwa ein gleitender Jahresdurchschnitt.
Jetzt könnte ich natürlich noch viele weitere charttechnische Hilfsmittel zu Rate ziehen, wie den 50-Tage-GD oder Technische Indikatoren wie MACD, RSI, Money Flow, Stochastik, ADX etc. Aber bevor wir zu viel Hirnschmalz für diese Interpretation verschwenden, löse ich ihn auf, den alten „Chart-Trick".
Der alte Trick
Der erfahrene Leser hat sicherlich schon herausgefunden, um welchen Wert es sich bei obigem Chart handelt. Es ist schlicht und einfach der Dax... nur eben invers oder gespiegelt oder auf den Kopf gestellt. Hier der richtige Verlauf mit denselben Trendlinien wie im oberen Chart:
Chart Dax
Sie sehen: Der Dax hätte noch einige Unterstützungen zu unterbieten, damit wir von einer echten Trendwende reden könnten. Ich wies Sie bereits des Öfteren darauf hin, dass eine Korrektur überfällig war und dass eine Depot-Absicherung nicht der schlechteste Gedanke sei. Und ich riet Ihnen ebenso dazu, sich von den Perma-Bären nicht verunsichern zu lassen, die jetzt wieder einmal das Ende der Aktien-Welt heraufbeschwören wollen. Natürlich:
Wenn einer (oder mehrere) Ihrer Werte den von Ihnen vorher manifestierten Stopp-Kurs erreicht hat, dann hören Sie auch auf diesen Stopp und verkaufen Sie die Aktie. Somit erhöhen sie logischerweise Ihre Cash-Quote und nehmen etwas Risiko aus Ihrem Depot. Danach geht es genau darum, einen möglichen Wiedereinstieg zu finden. Ich bleibe dabei:
Wenn sich ein Wert (eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder meinetwegen auch Gold) über dem 256-Tage-GD befindet, höre ich verstärkt auf kurzfristige Kauf-Signale. Analog folge ich eher Verkaufssignalen, wenn sich der Wert unter dem 256-Tage-GD befindet.
Schauen Sie sich zum Beispiel einmal die Henkel-Aktie im nächsten Beitrag an.

