Dax-Prognose aus der Retrospektive
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 6. Februar 2009, 18:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
schrauben wir die Zeit etwas zurück.
Es ist Juli 2008
Draußen ist es heiß und Frau Merkel ist der kalten Meinung, dass ein Konjunkturprogramm nicht wirklich nötig sei. Ratlosigkeit herrscht in Deutschlands Finanzzentren. Die Banken schrauben Ihre Dax-Prognosen für das Jahresende 2008 herunter.
Damalige Dax-Jahresprognose der Banken für Ende 2008
Laut einem Artikel in der Welt senkt die WestLB (ausgerechnet...) die Jahresprognose für den Dax 2008 auf 7.200 (von vorher 7.600), Experten der HSH Nordbank den Jahresendstand auf 7600 und bei der genossenschaftlichen DZ Bank sollen es statt 7900 nur noch 6800 Punkte sein. Interessant ist auch die Einschätzung der Deutschen Bank: Im schlechtesten Fall hält sie auch 5400 Punkte für möglich, im günstigsten Fall bleibt das Ziel bei 7700 Punkten... nette Bandbreite.
(Wie Sie wissen beendete der Dax das Jahr 2008 mit 4.810 Punkten. Die Experten haben sich im Schnitt so um die 2.000 Punkte verschätzt)
Ausnahmsweise möchte ich hier mal nicht darstellen, auf welche Gefahren ich damals schon hingewiesen habe, sondern präsentiere Ihnen den Kommentar von Robert Schröder vom Juli 2008:
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Aus WavesWeekly vom Juli 2008:
2008 wird noch richtig ungemütlich
Den ersten Schritt in Richtung Baisse hat der DAX am Anfang dieses Jahres schon getan. Damals, im Januar, hat der Index einen deutlichen Abwärtsimpuls auf 6.400 Punkte hingelegt. Dieses Tief werte ich als erste von fünf Wellen der großen Baisse-Welle C. Diese Welle i, von der ich hier schreibe, wurde in den darauf folgenden Monaten bis Mitte Mai auf 7.232 Punkte korrigiert.
DAX im Wochen-Chart
Das Besondere an dieser Korrekturwelle ii ist, dass ihre Teilwelle B deutlich unter das Ende von Welle i fiel. Das zeigt uns aus Elliott-Wellen-Sicht, dass sich der DAX schon in einer größeren Abwärtsbewegung befindet und der Trend in Richtung dieser B-Welle sehr stark ist. Die gesamte Konsolidierung von Januar bis Mai ordne ich daher als „Expanding Flat" ein (siehe Schema im Chart). Für dieses Jahr bedeutet das für den DAX weiter tendenziell fallende Kurse.
Was bedeutet das für Sie als Anleger?
Aber das Naheliegendste in einer Baisse ist sicher die Spekulation auf fallende Kurse. Nur so können Sie dem bevorstehenden Kurseinbruch etwas Positives für Ihr Depot abgewinnen. Das Schwierigste dabei ist aber den nahezu perfekten Einstiegspunkt dafür zu finden.
Denn zu jeder Baisse gehören auch entsprechende Gegenreaktionen, die einen Investor, der auf fallende Kurse setzt, auf den falschen Fuß erwischen können.
Damit Ihnen das nicht passiert, gebe ich Ihnen bei WavesWeekly klare Empfehlungen mit auf den Weg. Diese enthalten ein konkretes Kursziel, einen Stopp, ein Chance/Risiko-Verhältnis und die Nennung eines geeigneten Hebelzertifikates mit allen wichtigen Kennzahlen.
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Verblüffend
Das ist doch wirklich erstaunlich. Während Deutschlands Bank-Experten im Börsen-Sommer 2008 ratlos rumeiern, trifft der Elliott-Wave-Experte Schröder die klare Prognose, dass der Dax unter die 4.000 fällt (siehe Chart). Und exakt genau so kam es ja dann auch!
Um es kurz zu machen: Ich bin kein Freund der reinen Wellen-Theorie, sondern ziehe so viele Analyse-Techniken wie möglich in Gesamtmarkt-Überlegungen in Betracht. Allerdings beobachte ich immer wieder gerne die Darstellungen von Herrn Schröder, der für seine Leser im Jahre 2008 mit Short-Empfehlungen schöne Gewinne einfahren konnte. Ich denke, dass ist nicht jedem Chefredakteur eines Börsendienstes gelungen... (daneben weiß ich auch, dass Herr Schröder das komplette Repertoire der Technischen Analyse drauf hat... das darf ich aber nicht nicht schreiben, denn in der Szene gilt: „Einmal Waver, immer Waver".)
Unfehlbar? Nein!
Nachdem ich gestern bereits die heutige Elliott-Wave-Darstellung andeutete erhielt ich von einem sehr geschätzten Leser bereits heute morgen u.a. folgenden Hinweis:
„...erwähnen Sie den Elliot Waver, Herrn Schröder. Dabei verweisen Sie auf erfolgreiche Trades, vor allem im Short-Bereich. Leider entsteht hier der Eindruck, dass Herr Schröder unfehlbar ist. Die aktuelle Situation ist allerdings sehr bescheiden..."
Ich antwortete ihm, dass ich mir das ganz genau anschauen werde. Daher:
Mein Vorschlag: Schauen wir uns die letzten Transaktionen und Ergebnisse doch einfach einmal an:
Kumulierte Performance: 433,81% seit Mitte letzten Jahres.
Ok, hört sich ja erst mal gut an. Aber was mich persönlich immer am meisten interessiert: Wie konstant sind die Empfehlungen (aus dem Nähkästchen geplaudert: könnte ja auch sein, dass da ein 1000%-Glückstreffer dabei ist und der Rest nur Nieten sind...)?
Hier die ungeschönten (und vor allem alle) Transaktionen der letzten Wochen aus dem Waves Weekly, Stand 6.2.2009:
Daimler Short: 23,33 % Gewinn
Amazon.com Short -25,00 % Verlust
S&P 500 Short 13,73 % Gewinn
Dax Short 54,71 % Gewinn
Dax Long 23,79 % Gewinn
Gold Short - 56,78 % Verlust
Amazon.com Short 24,70 % Gewinn
Öl Short 28,50 % Gewinn
Dax 21,37 % Gewinn
S&P 500 28,57 % Gewinn
Dax Short - 5,30% Verlust
Fazit: Hätten Sie bei jedem Trade der letzten Wochen dieselbe Summe eingesetzt, hätten Sie diesen Einsatz verdoppelt, rechnen Sie ruhig nach. (Hallo, bitte nicht gierig werden. Wir reden hier von spekulativen Engagements, bei denen Sie nicht Ihr komplettes Kapital einsetzen sollten. Auch wenn es manchmal verlockend erscheint). Sie sehen aber auch:
Herr Schröder ist nicht unfehlbar. Auch er macht mal Verluste. Aber das große Pro der Elliott-Wellen-Theorie ist nun mal die nüchterne Herangehensweise und das Ausnutzen von steigenden und fallenden Kursen.
Wenn Sie also traden wollen, schauen Sie sich diesen Börsen-Dienst einmal an. Aktuell ist das so ziemlich das Beste, was ich Ihnen empfehlen kann. Und sicherlich ist der Waves Weekly redaktionell ein interessanter Kontrapunkt zu meinem Investors Daily. Wenn Sie den Waves Weekly getestet haben, werden Sie wissen, was ich damit meine.
Hier der Link: Waves Weekly
Viel Erfolg an der Börse und ein schönes Wochenende
Ihr
Tom Firley
PS: Warum ich Ihnen Herrn Schröder überhaupt vorstelle? In letzter Zeit fragen mich immer mehr Leser, wie man auch in diesen Zick-Zack-Märkten Geld verdienen kann. Da ich Ihnen im Investors Daily keine Trading-Empfehlungen geben darf, ist mein Hinweis auf den WavesWeekly aktuell - wie gesagt - das Beste, was ich machen kann. Nebenbei: der 30-Tage-Test für den Waves Weekly ist gratis. Schauen Sie sich das Ganze mal an und teilen Sie mir ggf. mit, ob ich Ihnen zu viel versprochen habe.