DAX – nun schon seit zwei Wochen seitwärts
Henrik Voigt in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 2. November 2009, 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
die mehrwöchige Seitwärtsphase im DAX wurde in der vergangenen Woche mit einem heftigen Ausbruch nach unten beendet. Offensichtlich wurden sehr viele Marktteilnehmer von der plötzlichen Abwärtsdynamik überrascht. Immerhin sahen wir den größten Wochenverlust seit Beginn der Rallye im März. Sie stellen sich jetzt sicher die Frage, ob es das nun war mit der Rallye oder ob es wieder aufwärts geht.
Das sieht nach Trendwende aus
Ich denke, wir haben das Hoch beim DAX gesehen. Zu viele Marktteilnehmer hatten noch ein neues Jahreshoch bei 6100 Punkten erwartet, um dann in aller Ruhe ihre Gewinne mitnehmen zu können. Aber der Markt hat wie so oft einen dicken Strich durch diese Erwartungshaltung der Mehrheit gemacht. Massive Stopp-Loss-Verkäufe führten zu einem Kursrutsch, bei dem enormer charttechnischer Schaden angerichtet wurde. Es kam zum Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends (seit März), der von den Indikatoren voll bestätigt wird. Damit wurde noch im Oktober eine bärische Keilformation nach unten aufgelöst, was deutlich auf weiter fallende Kurse hinweist. Außerdem entstand am Freitag ein tieferes Tief im Kursverlauf auf Tagesbasis. Im Monatschart entstand eine bärische Kerzenformation mit Trendwendecharakter. Wir haben jetzt also bereits drei starke Indizien, dass der Aufwärtstrend beendet ist. Künftige Zwischenerholungen dürften also von vielen Anlegern zum Ausstieg aus bestehenden Positionen genutzt werden, was dem DAX in nächster Zeit kein großes Aufwärtspotential mehr bescheren dürfte.
Chart Dax
Mögliche Erholungen dürften kurzlebig bleiben
Mit dieser Ausgangslage hat es der DAX extrem schwer, noch eine nachhaltige Rallye zu schaffen. Neue Hochs schon gar nicht. Allenfalls eine Zwischenrallye bis in den Bereich zwischen 5600 und 5750 Punkten ist noch möglich. Entweder gleich zu Wochenbeginn oder erst von einem viel tieferen Niveau aus. Er kann aber auch direkt durchrutschen. Die nächsten Ziele auf der Unterseite liegen bei 5300 und vor allem 5160 Punkten. Die letztgenannte Marke ist eine sehr wichtige Unterstützung, die für eine Zwischenerholung sorgen könnte. Aber das sind auch immerhin noch über 250 Punkte Abwärtspotential. Das Schlimme an einem weiteren Kursrutsch ist, dass dann auch die langfristig wichtigen Marktindikatoren auf Wochenbasis Verkaufssignale generieren. Das Schöne daran ist jedoch, dass man auch an fallenden Kursen prächtig verdienen kann. Es hat ganz den Anschein, als würde hier ein neuer, diesmal abwärts gerichteter Trend starten.
Herzliche Grüße und viel Erfolg,
Ihr Henrik Voigt.
Chefredakteur DAX Profits
