DAX mit neuem Jahreshoch - Infineon begeistert Analysten
Cindy Bach in Insider Daily
vom 29. März 2010, 14:30 Uhr
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zum Auftakt der neuen Börsenwoche ist der DAX auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Er kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,5 Prozent auf 6.152,81 Punkte und lag damit auf dem höchsten Stand seit September 2008. Spitzenreiter der ersten deutschen Börsenliga war Infineon.
Der deutsche Chiphersteller begeisterte Ende vergangener Woche mit jeder Menge guter Nachrichten. Zum einen verkündete Infineon, dass man wegen des Nachfragebooms in der Chipindustrie mit der Produktion kaum hinterher komme. "Unsere Auftragsbücher sind voll, und unsere Kunden würden gerne noch schneller und mit noch mehr Produkten beliefert werden", sagte Spartenchef Arunjai Mittal dem "Handelsblatt". Zusätzliche Produktionskapazitäten sollten den Engpass bald beheben.
Die ungewohnte Auftragsflut verdankt Infineon in erster Linie dem Boom der Erneuerbaren Energien, vor allem der Solarbranche. Das Unternehmen beliefert Windkraft- und Solaranlagenhersteller mit Leistungshalbleitern, dir zur Regelung von Spannung und Strommenge benötigt werden. Hier sind in den kommenden Jahren weitere deutliche Umsatzzuwächse zu erwarten.
Infineon im großen Aufschwung
Angesichts des Aufschwungs stockt Infineon seine Chipproduktion am Standort Dresden auf, wie der Konzern jüngst mitgeteilt hat. Das Münchner Unternehmen beliefert neben der Industrie auch die Autobranche und den Mobilfunksektor. Nach langer Krise ist die Halbleiterindustrie seit einigen Monaten weltweit stark im Aufwind. Der Elektroverband ZVEI erwartet für 2010 ein Rekordjahr für die Branche.
Auf dem Fuße folgten positive Reaktionen der Analysten. Die Analysten von Goldman Sachs bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Aktie von Infineon und auch das Kursziel von 6 Euro wurde beibehalten (aktueller Kurs: 5,18 Euro). Wie die Experten in ihrer neuesten Studie schreiben, gehen sie für das laufende und das Geschäftsjahr 2011 von einem Gewinn von 0,23 und dann von 0,38 Euro pro Infineon-Aktie aus.
Auch die Royal Bank of Scotland hatte unter Hinweis auf die anziehende Nachfrage und positive Wechselkursentwicklungen ihre Prognosen und das Kursziel für Infineon-Papiere angehoben.
Die Zeiten, in denen Infineon von einer Krise in die nächste rutschte, scheinen also vorerst passé. Kaum noch etwas erinnert an die "Beinahe-Pleite". Nun muss Infineon nur noch beweisen, dass der eingeschlagene Wachstumskurs von Dauer ist, man kontinuierlich weiterarbeitet und Kontinuität entwickelt. Dann kann die neue Erfolgsstory auch noch eine Weile bestand haben.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in die neue Börsenwoche.
Ihre
Cindy Bach