Dax mit k(l)einen Verkaufssignalen
Axel Retz in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 22. Februar 2007 08:30 Uhr
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„Heute also erneut im Visier: Die 7.000er Marke", schrieb ich gestern früh. Der Dax kratzte erstmals seit sechs Jahren auch tatsächlich an diesem Level, prallte dann aber sofort wieder nach unten ab, als die US-Verbraucherpreise veröffentlicht wurden.
Die Veröffentlichung des letzten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank um 20.00 Uhr brachte keine neuen Erkenntnisse: Die FED zeigte sich besorgt über die noch nicht befriedigend unter Kontrolle gehaltene Kernrate der Inflation. Genau das hatten die nachmittags veröffentlichten Daten bestätigt.
Heute ist das schon wieder Schnee von gestern. Die japanischen Anleger feiern immer noch die kleine Leitzinsanhebung des Vortages, auch der Hongkonger HangSeng zeigt sich zur Stunde in guter Verfassung.
Damit können sich die Anleger heute wieder den vielen zur Veröffentlichung anstehenden Unternehmenszahlen widmen. Positive Überraschungen müssen her, „gute
Zahlen" sind den Anlegern bekanntermaßen meistens „nicht gut genug".
Charttechnisch bildete sich im Dax-Bild vorgestern ein kleiner „Gehenkter", dessen Körper durch den gestrigen, nach unten weisenden Kursverlauf zu einem „Bearish Engulfing Pattern" komplettiert wurde.
Auf Tagesbasis haben wir damit jetzt ein kleines Verkaufssignal vorliegen, das markttechnisch durch den erneut von der 70 Prozentlinie nach unten abgeprallten RSI und ein neues Abwärtssignal des Trendfolge-Indikators MACD komplettiert wurde.
Solange die im (heute etwas „gezoomten") Chart eingezeichnete, untere Begrenzung des schmalen Aufwärtstrendbandes hält, sind diese Verkaufssignale nicht wirklich von Interesse, zumal sie schon heute durch steigende Kurse wieder neutralisiert werden können.
FAZIT UND EMPFEHLUNG: Langfristig orientierte Anleger, die noch auf der Kaufseite engagiert sind, sollten investiert bleiben. Das langfristige Ziel der oberen Begrenzung des März 2003-Aufwärtstrendkanals wurde erreicht bzw. knapp überschritten. Bestehende Positionen sollten daher jetzt zwingend mit Stopps geschützt werden.
Kurzfristiger ausgerichteten Anlegern bietet sich noch ein Restpotential bis zunächst einmal 7.065. Wer es nutzen will, sollte sich aber auch der Risiken bewusst sein.
Kurzfristige Widerstände: obere Begrenzung des März 2003-Haussekanals (aktuell 6.760/6.800) und damit erreicht/überschritten.
Kurzfristige Unterstützungen: 6.880, 6.700, 6.600
Bis Morgen!
Axel Retz
