DAX-Medienschau: Münchener Rück, Deutsche Bank und SAP

Katja Kram in Insider Daily zum Thema Dax 30
vom


Deutschlands größter Rückversicherer die Münchener Rück hat die Gewinnerwartungen für das folgende Geschäftsjahr nach oben geschraubt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet äußerte sich Finanzchef Jörg Schneider in einem Interview mit der Börsen-Zeitung", das der Rekordgewinn von 3,9 Mrd. Euro aus dem Jahr 2007 derzeit nicht erreichbar sei, dennoch sei man überzeugt, dass für 2009 und 2010 Gewinne von "deutlich über zwei Milliarden Euro" erwirtschaftet werden könnten.


Vor einiger Zeit sprach der Finanzchef noch von einem Gewinn in diesem Jahr von rund 2,5 Mrd. Euro. Er erwähnte jedoch auch, dass in diesem Jahr Belastungen im dreistelligen Millionenbereich wegen der Wirtschaftskrise auf den Konzern zukommen. "Wir verzeichnen vor allem deutlich gestiegene Kredit- und Kautionsversicherungsschäden." Ob sich die Gewinnerwartung positiv auf die Dividendenausschüttung auswirkt, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben, dafür sei es noch zu früh. Derzeit plant die Münchener Rück eine Dividendenzahlung von 5,50 Euro je Aktie. Bei Anlegern fiel dieser Nachricht bisher noch nicht auf fruchtbaren Boden. Im Lauf des Vormittages kletterte der Titel nur leicht um etwa 0,5% auf 104,13 Euro.

Ackermann bleibt bis 2013 Chef der Deutscher Bank

Nun haben sich die Spekulationen um ein vorzeitiges Ausscheiden von Vorstandschef Josef Ackermann in Luft aufgelöst. Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute mitteilt, hat Josef Ackermann bekannt gegeben, dass er bis zum Vertragsende im Jahr 2013 der Deutschen Bank "uneingeschränkt" zur Verfügung stehe. Zuvor gab es Gerüchte, dass der Vorstandschef bereits früher beim Branchenprimus aussteigen wolle. Der Börsendienst "Platow-Börse" berichtet, dass dies bereits 2011 der Fall sein könne und dass das Bankinstitut bereits nach einem Nachfolger Ausschau halte. Auch in Finanzkreisen hieß es, dass Ackermann früher als geplant die Deutsche Bank verlasse wolle. Dies wurde nun von einem Sprecher der Deutschen Bank dementiert und als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet.

SAP-Großaktionär plant Ausstieg im großen Stil

Wie boerse.ARD.de aktuell schreibt, gab der Großaktionär und Mitbegründer von SAP, Hasso Plattner, bekannt, dass er sich in den kommenden Monaten sukzessive von den Papieren des Walldorfer Software-Unternehmens trennen wird. Bis zum Ende 2010 möchte Aufsichtsratsmitglied Platter seine Beteiligung an SAP reduzieren. Dafür sollen ab sofort monatlich Aktien für 15 Mio. Euro abgestoßen werden. Geplant ist der Verkauf von Aktien im Wert von insgesamt 240 Mio. Euro. Über die Beweggründe zum Ausstieg des SAP-Großaktionärs wurde bisher nichts bekannt. In der Vergangenheit hatte er bereits Anteilsscheine verkauft, um sein Hasso-Plattner-Institut für Softwaretechnik an der Uni Potsdam finanziell zu unterstützen. Die Investoren sind von solchen Neuigkeiten wenig begeistert und kehrten dem Titel heute den Rücken zu. Bis zur Stunde verlor die SAP-Aktie rund 1,4% und rutschte auf derzeit 34,60 Euro.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Börsentag.

Ihre

Katja Kram

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