DAX, MDAX und SDAX im Überblick
Axel Retz in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 18. September 2006 08:30 Uhr
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Wie jeden Montag, hier der kurze technische Überblick zu Dax, MDax und SDax
MDAX: Wimpel oder nicht?
Charttechnisch betrachtet, bildeten die beiden Kerzen der vergangenen Wochen im Candlestickbild ein „Bullish Engulfing"-Muster (der Kerzenkörper der weißen Aufwärtskerze umschließt völlig den vorherigen, roten Körper der Vorwoche). Formal ein Trendwendesignal nach oben. Aber Vorsicht: Allzu stark ist dieses Signal nicht, denn es gab ja hier gar keinen Abwärtstrend, der sich nun nach oben wenden ließe; vielmehr kam das Kaufsignal innerhalb einer bereits bestehenden Rallye!
Berücksichtigt werden muss auch, dass die seit dem Junitief laufende Aufwärtsbewegung charttechnisch als „Wimpel" bewertet werden kann, also als eine den im Mai begonnenen Abwärtstrend bestätigende Aufwärtskorrektur.
In diese Richtung weist auch der im Chart abgebildete Momentum-Indikator, der die im Juni gestartete Rallye nicht mehr begleiten kann.
Daher: Wer hier investiert ist, bleibt dabei, solange die Kurse steigen. Kippt der Markt mit einem Wochenschlusskurs unter 8.000 nach unten ab, verdichtet sich das bearishe Szenario eines „Wimpels"!
SDAX: Solide!
Auch der SDax legte in der abgelaufenen Woche zu, ohne allerdings eine klare Candelstickformation zu hinterlassen. Immerhin: Der Kurs liegt oberhalb des steigenden 200 Tage-GD (im Wochenchart GD 40) und oberhalb der vom Augusttief 2004 aus etablierten Aufwärtstrendgeraden.
Aber auch hier stört die negative Divergenz des Momentum-Indikators, der ebenso wie beim MDax nicht einmal ansatzweise mit den Kursen nach oben zieht und stur auf der Verkaufsseite verharrt.
Kritisch wird es hier, falls der Index unter die eingezeichnete Aufwärtstrendlinie abtauchen sollte. Bis dahin: Drin bleiben und bei weiteren Kursgewinnen die Absicherungsstopps nachziehen!
DAX: Gemischte Signale…
Ebenso wie der MDax hat auch das deutsche Blue Chip-Barometer in den vergangenen beiden Wochen ein „Bullish Engulfing Pattern" ausgebildet. Natürlich gilt auch hier, dass es keinen vorherigen Abwärtstrend gab, womit dieses formale Kaufsignal nicht überinterpretiert werden sollte.
Wichtig ist nun, dass der Kurs die von Mai 2005 ausgehende Haussegerade wieder nach oben durchbrechen kann, was mit einem Schub über die psychologisch wichtige 6.000er Marke gelingen würde.
Im Chart erkennen Sie, dass der Dax nach einem ähnlich gelagerten „Bullish Engulfing Pattern" (linke Einkreisung im Chart) im Januar noch einmal richtig Gas geben konnte. Schafft der Index jetzt einen ähnlichen Start, sehen wir bald ein neues Jahreshoch. Aber:
Wie ein roter Faden zieht sich die Momentumschwäche durch die deutschen Indizes – und lässt dabei auch den Dax nicht aus. Das muss im Auge gehalten werden!
FAZIT UND EMPFEHLUNG: Langfristig orientierten Anlegern hatte ich zuletzt wiederholt dazu geraten, sich unter Beachtung enger Stopps wieder auf der Callseite zu positionieren. Dieser Stoppkurs sollte nun auf 5.800 nachgezogen werden.
Für kurzfristig ausgerichtete Trader ist der heutige Handelstag von besonderer Bedeutung. Denn er muss zeigen, inwieweit die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen durch den großen Verfalltag der Terminbörsen am vergangenen Freitag beeinflusst wurde. Gelingt nun eine weitere feste Woche, wird das im Wochenchart erkennbare „Bullish Engulfing Pattern" bestätigt!
Kurzfristige Widerstände: 6.000 (psychologisch), 6.140
Kurzfristige Unterstützungen: 5.900, 5.800, 5.730
Viel Erfolg!
Axel Retz
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