DAX: Kleine Verschnaufpause
Andreas Wolf in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 6. Januar 2009, 08:00 Uhr
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Ein kurzes, couragiertes Auftreten der Bullen zum Handelsbeginn reichte nicht aus, um der angelaufenen Rally-Phase einen weiteren, entscheidenden Schub zu verleihen. Der enge Blick auf die US-Futures verunsicherte die Investoren im Tagesverlauf wieder zunehmend und so bröckelten die Gewinne des Handelsstarts rasch wieder ab. Wer sich aber einmal genau die Charts von Dow Jones und S&P 500 angeschaut hat, dem war klar, dass nach drei relativ starken Handelstagen eine kleine Atempause einmal ganz gut tun würde. Unabhängig davon welche Pseudo-fundamentalen Argumente wegen des kleinen Rückschlags vom Stapel gelassen wurden, die Technik forderte von den Bullen einen kleinen Tribut. Die gestrige Aussage behält dennoch ihre Gültigkeit: Technisch gesehen befindet sich um 5.000 Punkte eigentlich nur ein sehr schwacher Widerstandsbereich, die nächsten richtig starken Widerstände liegen zwischen 5.244 und 5.400 Punkten. Der Blick auf den seit Ende November gültigen Aufwärtstrendkanal zeigt ein intaktes Bild. Die obere Begrenzung läuft nun in den nächststärkeren Widerstandsbereich hinein. Da es im Markt aufgrund der negativen Erfahrungen vom vergangenen Jahr immer noch genügend Skeptiker ob der jüngsten Aufwärtsentwicklung gibt, verbleibt noch genügend Spielraum für weitere Kursgewinne. Erst wenn sich eine gewisse Zufriedenheitsmentalität im Markt wieder breit macht, könnte der aktuelle Erholungstrend kippen.
Wie gestern schon angekündigt warten die Märkte heute vor allem auf den ISM-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe. Die Krise in der Automobilindustrie dürfte das Gemüt dieses Sektors weiterhin fest im Griff haben. Größere negative Überraschungen sind aber nicht zu erwarten, hingegen würden schon leichte Entspannungstendenzen für einen kräftigeren Schub am Aktienmarkt sorgen. An der Zahl der sogenannten schwebenden Hausverkäufen wird sich bereits ablesen lassen, ob die massiven Aufkäufe von Hypothekenanleihen durch die US-Notenbank schon eine positive Wirkung zeigen. Die Hypothekenzinsen sind zumindest so attraktiv wie seit über fünfzig Jahren nicht mehr. Stabilisiert sich die Lage am Arbeitsmarkt wenigstens geringfügig, dürfte das auch bei den Häuslebauern wieder zu etwas mehr Risikobereitschaft führen. Ein richtiger Trendwechsel ist hier aber nicht vor Mitte dieses Jahre zu erwarten.
Konjunkturdaten: USA: ISM-Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe, schwebende Hausverkäufe Dezember
Unternehmen: -------------------------------
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 4.668; 4.770; 4.818
Widerstände: 5.083; 5.149; 5.244
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
