Cindy Bach nimmt in ihrem Börsennewsletter Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt regelmäßig „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Dax 30
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Deutschlands Top-Manager bestätigen erneut ihren Ruf als astreine Kontraindikatoren. Wenn die Kurse in den Keller rauschen, greifen sie beherzt zu. Vor allem die "DAX-Insider" haben in den vergangenen zwei Wochen bei eigenen Papieren ordentlich zugegriffen. Entgegengesetzt sind die Insider-Verkäufe trotz kurzzeitiger Panikstimmung an den Börsen deutlich zurückgegangen.
"Die Top-Manager blicken weit mehr auf das eigene Unternehmen als beispielsweise auf die Lage in Griechenland", sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der Uni Aachen. Die zuletzt überraschend guten Daten der Konzerne führten wohl dazu, dass deren Lenker für die Zukunft noch kräftig Potenzial nach oben sehen.
BASF: Top-Zahlen und Top-Aussichten
Besonders kauffreudig sind die Insider derzeit bei Chemieriese BASF. Gleich vier Insiderkäufe aus dem DAX gingen in den vergangenen zwei Wochen auf das "Konto" der Ludwigshafener. Ganz besonders fleißig war hier Vorstandsmitglied Andreas Kreimeyer. Er erwarb in drei Tranchen 2.100 Papiere seines Unternehmens im Gegenwert von insgesamt 89.357 Euro.
Der weltgrößte Chemiekonzern hat im Auftaktquartal 2010 von einer kräftig anziehenden Nachfrage in fast allen Sparten profitiert. Dabei übertraf das im DAX notierte Unternehmen bei allen Kennziffern deutlich die Schätzungen der Analysten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Sondereffekten verdoppelte sich auf 1,954 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise nur 985 Mio. Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieben nach 375 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum 1,029 Mrd. Euro. Der Umsatz kletterte von Januar bis März um 26,5 Prozent auf 15,454 Mrd. Euro.
BASF bestätigte zudem die Geschäftsziele für das Gesamtjahr 2010. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen soll deutlich steigen, der Umsatz werde zulegen. BASF will dieses Jahr zudem wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen. Im vergangenen Jahr war das wegen der Wirtschaftskrise nicht gelungen.
Die Experten von Der Aktionärsbrief empfehlen die Aktie von BASF mit folgender Begründung zum Kauf: "Die Zahlen von BASF zeigen eines: Man ist auf dem Weg zu alter Stärke. Sowohl die umgesetzten Kostensenkungen als auch der starke Lageraufbau bei den BASF-Kunden liegen deutlich über Plan. Die durchschnittlichen Schätzungen liegen derzeit noch bei einem Gewinn je Aktie von 4,25 Euro je Aktie. Goldman Sachs geht nach Vorlage der Zahlen sogar soweit, dass man diese Schätzungen um 20 % zu niedrig hält. Dort sieht man ein Kursziel von 58 Euro, was einem KGV von ca. 11 entspräche. Fazit: Auch wir erhöhen unser Kursziel. Platzieren Sie ein Abstauberlimit um 41 Euro."
Metro: Weiteres Vorstandmitglied schlägt zu
Auch bei Warenhauskonzern Metro sind die Insider aktuell sehr aktiv. Nachdem im März bereits Vorstandschef Eckard Cordes und Finanzvorstand Olaf Koch zugeschlagen haben, zieht nun Vorstandmitglied Joël Saveuse nach. Er erwarb am 05. Mai ein Aktienpaket mit 8.800 Metro-Papieren im Gegenwert von 399.080 Euro.
Hier lohnt sich die Spekulation um einen baldigen Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof. Die Metro-Tochter gerät nämlich laut aktuellen Medienberichten immer klarer ins Visier von Finanzinvestoren. Ein Sprecher der von Clemens Vedder gesteuerten Goldsmith-Gruppe bestätigte am vergangenen Freitag einen Bericht der "Lebensmittelzeitung" (LZ), nach dem die Unternehmensgruppe an einem Erwerb der Warenhauskette interessiert ist. Nach weiteren Angaben der "LZ" sollen bereits erste Offerten für den Erwerb von Galeria Kaufhof vorliegen, darunter von Vedder. Auch die US-Investmentfirmen Blackstone und Apollo wurden in dem Bericht als Kaufinteressenten genannt.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
Ihre
Cindy Bach