DAX extrem langfristig
Henrik Voigt in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 11. Februar 2010, 08:30 Uhr
ENL5462
Lassen Sie uns einmal einen Blick auf die letzten 20 Jahre beim DAX werfen. Da sehen Sie (im Chart unten), dass der DAX unter dem Strich während der ganzen Zeit nicht von der Stelle kam. Für Langfristanleger war rein gar nicht zu holen (für aktive Anleger dagegen schon). Der Langfristtrend beim DAX ist also eigentlich keiner: Es geht seitwärts. Wollen wir nur hoffen, dass im Zuge dieser Bewegung frühere Tiefpunkte um 2000 Punkte nicht noch einmal getestet werden.
DAX im Langfristchart
Wenn Sie nur die letzten drei Jahre betrachten, dann sehen Sie, dass sich der DAX trotz der fulminanten Erholungsrallye seit März 2009 noch immer in einer übergeordneten Abwärtsbewegung befindet. Diese dürfte erst oberhalb des letzten markanten Gipfels bei 7200 Punkten endgültig beendet sein. Aber erst oberhalb des Allzeithochs um 8100 Punkte fällt der Startschuss für den nächsten Bullenmarkt. Faktisch befinden wir uns also nach wie vor in einem Bärenmarkt. Bei aller Freude über Kursgewinne sollten Sie das besser nicht vergessen.
Die ganze Erholungsrallye in 2009 ist langfristig betrachtet nur ein kleiner Aufwärtshaken. Sie könnte sich auch als Korrektur im langfristigen Bärenmarkt entpuppen. Ich persönlich gehe übrigens davon, aus dass die große Seitwärtsbewegung der letzten Jahrzehnte (siehe Langfristchart) der Vorbote einer gewaltigen Korrektur ist (die dann in ein paar Jahren wieder wirklich fantastische Einstiegsmöglichkeiten für Aktien bietet). Um die künftige Trendrichtung beim DAX genauer bestimmen zu können, bedarf es allerdings weitergehender Analysetechniken, die ich jedoch nicht hier im freien Bereich veröffentlichen werde. Sie sind aber jederzeit herzlich zu einem Test meines Börsendienstes DAX Profits eingeladen.
Herzliche Grüße und viel Erfolg,
Ihr Henrik Voigt.
Chefredakteur DAX Profits
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Sieverling (12.02. 2010 12:03 Uhr):
Lieber Herr Voigt, im Langfristchart sehe ich statt Ihrer großen Seitwärtsbewegung eine steigende Kurve von 1500 über 3500 in der Mitte bis 5500 heute. Die Spitzen sind nicht der gesunden Gier, sondern dem kriminellen Bankenverhalten und dem Versagen der Kontrolleure geschuldet.
Antworten - Kommentar von Henrik Voigt (15.02. 2010 16:09 Uhr):
Sehr geehrter Herr Sieverling, entspringt das Bankverhalten nicht auch der Gier? In dem Ausmaß war es trotzdem nicht mehr "gesund". Und die Seitwärtsbewegung könnte sich im schlimmen Fall noch als große Toppformation entpuppen. Wir werden sehen.. Mit freundlichen Grüßen, Henrik Voigt. Chefredakteur DAX Profits/ DAX Daily
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