DAX - Elliott-Wellen-Analyse
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 27. Juli 2010, 13:00 Uhr
ENL5454
Nachdem nun die (geringe) Unsicherheit bezüglich des Bankenstresstests aus dem Markt ist und die Wirtschaft möglicherweise bereits wieder anzieht (ifo), glaube ich nun mehr und mehr an einen Ausbruch im DAX auf der Oberseite.
Zuletzt haben wir uns den DAX-Chart am 12. Juli angesehen. Hier noch einmal der Chart aus dem Beitrag:
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Tageskerzen, Chart vom 12. Juli
Erneut hat sich der DAX wie erwartet entwickelt. So schrieb ich zu diesem Chart:
"Unabhängig davon wurde die untere grüne Trendkanal-Linie wie prognostiziert nicht exakt getroffen und die Kurse drehten etwas früher ab. Welle B dürfte demnach derzeit laufen. Sie dürfen nun gespannt sein, ob die Welle C in naher Zukunft tatsächlich erneut die unteren Trendlinien erreicht oder ob ich dieses Mal die Zählung anpassen muss."
Inzwischen ist klar, dass die Zählung zunächst nicht angepasst werden muss. Die Kurse haben wie eingezeichnet erneut abgegeben.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Tageskerzen
Die Kurse konnten im Rahmen der Welle B noch etwas zulegen, bevor dann Welle C ausgebildet wurde. Wichtig natürlich zunächst, dass die Tendenz gestimmt hat und grundsätzlich entsprechende Trades möglich waren.
Kein klares Bild
Allerdings gefällt mir das Chartbild nicht, denn im Moment sehe ich keine klaren Wege. So wäre es sogar möglich, dass Welle B noch nicht abgeschlossen ist sondern noch bis zur oberen Widerstandszone läuft (alt. B). Damit hätten wir eine eindeutig 3-gliedrige Welle B. Dann gäbe es noch mal tiefere Kurse im Rahmen der Welle C, die erst noch ausgebildet werden müsste.
Mit den grünen Pfeilen möchte ich eigentlich keine konkrete Kursprognose angeben sondern nur aufzeigen, dass derzeit mehrere Szenarien möglich sind, ich aber tendenziell von steigenden Kursen ausgehe.
Seitwärtsbewegung nähert sich ihrem Ende
Ich werde den DAX nun genauer im Auge behalten, um möglichst bald wieder eine genauere Prognose abgeben zu können. Was ich aber jetzt schon sagen kann ist, dass die Seitwärtsbewegung sich dem Ende nähern dürfte. Mehr und mehr zeichnet sich ein Dreieck ab (steigende orange Linie), welches für einen bullischen Ausbruch spricht, solange die Kurse nicht zu weit in die Spitze hinein laufen. Im bullischen Fall sollten die Kurse nach 2/3 der Strecke nach oben hin ausbrechen.
Auch wenn die Darstellungen im ersten Teil des heutigen Beitrags zum ifo-Index auch bald wieder tiefere Kurse erwarten lassen könnten, so glaube ich dennoch derzeit an eine baldige Rallye, denn die Kurse können ja auch durchaus von einem deutlich höherem Niveau wieder abgeben.
Auch ist die Stimmung in den USA derzeit deutlich schlechter als in Deutschland. Sie kennen meinen Chartvergleich zwischen US-Indizes und den deutschen Pendants. Die Outperformance der deutschen Indizes erklärt sich langsam. Nach wie vor gelten die US-Indizes jedoch als die Zugpferde der weltweiten Börsen und gerade wenn die Stimmung dort schlecht ist, können die Kurse eigentlich nur noch steigen.
Bereiten Sie sich auf den Ausbruch vor !
Ich wünsche Ihnen bis dahin einen guten Start in die Woche
Sven Weisenhaus
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