DAX: Die nächste Bärenmarktrallye
Andreas Wolf in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom 25. November 2008, 08:00 Uhr
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Die Rettung der Citigroup durch staatliche Hilfen der US-Regierung- das war der auslösende Impuls für den Start einer neuen Bärenmarktrallye. Der Abstand vom Tief-zum Hochpunkt der vergangenen zwei Handelstage lag damit genau bei 13,5 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Reaktion hatte in den vergangenen Tagen wegen des abnehmenden Verkaufsdrucks erheblich zugenommen. Die Heftigkeit und der Umfang der Bewegung ist typisch für in intakten Abwärtsbewegungen operierenden Märkten. Ob die Bullen aus der gestrigen Vorlage noch mehr machen können, hängt entscheidend davon ab, inwieweit es ihnen auch gelingt, den kurzfristigen Abwärtstrend, der um 4.600 Punkte verläuft, zu überwinden. Kann mit einer heute stattfindenden, kleinen Atempause dieser Widerstand überwunden werden, dürfte sich der Index relativ schnell wieder im Bereich um 5.150 Punkte wiederfinden. Neue Jahrestiefs sollten dann in diesem Jahr ad acta gelegt werden können. Scheitert der DAX aber an der Hürde des kurzfristigen Abwärtstrends frühzeitig, bleibt die Gefahr weiterer größerer Kursverluste bestehen. Aus aktuell technischer Sicht sowie dem gestrigen Umsatzverhalten ist dies aber nicht abzuleiten.
Nach der freudigen Reaktion des DAX auf die weiterhin schlechten Zahlen des ifo-Instituts zum Geschäftsklima-Index, wird sich heute zeigen, ob die Konjunkturzahlen aus den USA auf ebenso viel Ignoranz treffen werden. Zu befürchten ist allerdings, das sowohl der S&P Case-Shiller- Hauspreis-Index für September genauso wie das Verbrauchervertrauen des Conference Board für November eher für Ernüchterung sorgen werden. Nach der Euphorie des gestrigen Tages ist dies aber auch aus technischen Gründen wünschenswert. Hiermit könnte der Markt gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der begonnenen Zwischenrallye schaffen. Die am Mittwoch anstehenden Konjunkturdaten, die von Umfang und Menge noch etwas wichtiger sind, würden dann auf besser vorbereitete Märkte treffen. Weiter steigende Kurse käme auch den US-Bürgern beim Verzehr ihres Truthahn-Mahls am Donnerstag entgegen.
Konjunkturdaten: USA: S&P Case-Shiller- Hauspreis-Index für September, Verbrauchervertrauen des Conference Board für November
Unternehmensbereich: --------------------------------
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 4.314; 4.460; 4.502
Widerstände: 4.595; 4.777; 4.959
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
