Dax: Die Markttechnik wackelt!
Axel Retz in DAX Daily
vom 18. Juli 2007 08:30 Uhr
ENL5462
Mal ehrlich: So langsam beginnt es zu nerven. Nach oben geht nichts, nach unten aber auch nicht. Diese Phasen einer Schaukelbörse können „Frischlinge" am Markt aus der Ruhe bringen, nicht aber alte Hasen.
So etwas gab und gibt es immer wieder. Das Tauziehen zwischen dem Bullen- und dem Bärenlager währt an, oben liegen die gewichtigen Verkaufsprogramme, unten die durch die Hausse „konditionierten" Käufer, die jede Korrektur als neue Kaufchance zu begreifen gelernt haben.
Irgendwann geht dieses Hickhack zu Ende. Ganz kurzfristig betrachtet, kommen nun auch wieder die Pessimisten neu ins Spiel. Nicht wegen des gestern veröffentlichten ZEW-Index. Er ist zwar bemerkenswert, da seine Readings in der Regel konform zum Aktienmarkt verlaufen und nun so stark abgestürzt sind. Bis jetzt bietet die Börse dem jedoch noch die Stirn. Ein Chart für Sie:
Sie sehen: Die seit Ende Juni gestarteten Versuche des Dax, sein am 07. März 2000 markiertes Hoch nach oben aufzulösen, wurden bis jetzt allesamt abgewehrt, der Durchbruch belang nur intraday, nicht aber auf Schlusskursbasis.
Wie Sie im Chart ebenfalls sehen, geht es beim Trendfolge-Indikator MACD und beim Momentum nun als Eingemachte: Noch ein, zwei schwache Tage, und wir bekommen hier deutliche Abwärtssignale. Meine am Montag geäußerten Bedenken verdichten sich.
FAZIT UND EMPFEHLUNG: Langfristig orientierte Anleger sollten ihre Positionen durch Stoppmarken absichern. Oder eine kleine Absicherungsposition auf der Putseite kaufen.
Kurzfristig geht es nun darum, dass bis jetzt nur „intraday" in trockene Tücher genommene neue Allzeithoch zu erobern. Dabei sollte vor allem die Umsatzseite ein besseres Gesicht zeigen – ansonsten bleibt das ganze Spektakel äußerst fragwürdig.
Kurzfristige Widerstände: 8.136 (Allzeithoch aus März 2000)
Kurzfristige Unterstützungen: 8.000, 7.900, 7.800, 7.450
Viel Erfolg!
Axel Retz

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