Dax: Daumen runter
Volkmar Michler in Profit Radar zum Thema Dax 30
vom 30. August 2011, 19:00 Uhr
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Solche Meldungen hören wir natürlich gern, gerade weil es in letzten Zeit wenig gute Meldungen gab: Europas größer Autobauer Volkswagen trotzt der Euro-Krise und steuert mit einem beeindruckenden Tempo auf neue Rekordabsätze zu.
Die Auftragsbücher sind voll und in mehreren Regionen der Welt wird derzeit sogar die Produktion hochgefahren. Und schon weist VW-Chef Martin Winterkorn darauf hin, dass Größe auch gefährlich werden könne. „Und deshalb passen wir auf, dass wir nicht die Bodenhaftung verlieren. Oder unbeweglich und bürokratisch werden."
Nun, wenn wir uns einmal den Dax anschauen. Zunächst einmal ist der Dax mit einem kräftigen Plus in die neue Woche gestartet, was aber - von VW einmal abgesehen - eher an etwas zuversichtlicheren Meldungen aus den USA lag. Denn hier hellt sich die Stimmung für die US-Wirtschaft leicht auf.
Das Problem bei steigenden Kurse ist aber, wenn das Handelsvolumen fehlt. Das ist ein schlechtes Zeichen. In der Tat stieg der Dax unter extrem dünnen Umsätzen. Hinzu kommt: Zwar sind erste Ansätze einer Bodenbildung zu erkennen, die man aber keineswegs als solide bezeichnen kann. Denn weiterhin dominiert ein Abwärtstrend. Ein deutlich besseres Chartbild ergibt sich erst, wenn der Dax über den massiven Widerstand von 6.100 Punkten klettert. Danach sieht es derzeit aber nicht aus.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von kai becker (30.08. 2011 20:34 Uhr):
Schöner kann man kaum illustrieren, daß die Charttechnik zum guten Teil Voodoo und zum besseren self fulfilling prophecy ist. Denn gesetzt den Fall, alle Marktteilnehmer halten sich der schlechten Charttechnik zurück - woher soll denn dann eine Trendwende kommen? Gerade in den zurückliegenden Tagen haben wir gesehen, daß diese Entwicklung - in dieser Heftigkeit - von keinem vorhersehbar war. Drum: Cum grano salis! MfG
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