DAX-Chartanalyse kurzfristig
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 23. Juni 2010, 13:00 Uhr
ENL5454
Wie bereits am Montag angekündigt, möchte ich heute die derzeitige Korrekturphase im kurzfristigen Chartbild beleuchten. Hierzu habe ich Ihnen heute den Chartteil mitgebracht, der sich im Chart vom Montag in dem blauen Kasten befindet.
(Quelle: CFX-Broker) DAX-Chart, Candlestick, 1-Stunden-Kerzen
Sie sehen das blaue Rechteck, welches die derzeitige Korrekturphase markiert.
Was ist bereits bekannt?
Die Wellenzählung bis zur blauen 5 kennen Sie bereits aus den vorangegangenen Beiträgen. Zuletzt hatte ich diesen Chart am 7. und 9. Juni verwendet. Zu dem Zeitpunkt hatte der DAX gerade das erste Kursziel im ersten Kreis (orange) erreicht.
Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Inzwischen hat der DAX die erste Korrekturwelle 2 (schwarz umrandet) abgeschlossen und könnte sich somit in der 3. Welle des kurzfristigen Aufwärtstrends befinden. Bei dieser Aufwärtsbewegung hat er nun auch, etwas später als erwartet, das zweite Kursziel im oberen Kreis (orange) erreicht.
Mit dieser impulsiven Welle hat er sogar erneut exakt die grüne Trendlinie und damit gleichzeitig auch das obere Ende der aktuellen Seitwärts- bzw. Korrekturbewegung erreicht.
Was ist aktueller Stand?
Damit wäre nun zunächst die 2. Korrekturwelle 4 möglich, in der der DAX die nötige Kraft sammeln könnte, um aus der Korrekturphase nach oben auszubrechen. Ich halte dieses Szenario für durchaus wahrscheinlich.
Nach der Elliott-Wellen-Theorie dürfte der DAX dabei allerdings nicht mehr unter die Make-or-Break-Linie fallen, da sonst die derzeitige Zählung hinfällig wäre, denn die Regel besagt, dass das Tief der Welle 4 sich mit dem Hoch der Welle 1 nicht überschneiden darf.
Tipp der Redaktion: Dax und Chartanalyse - die Steckenpferde von Henrik Voigt im DAX Daily.
Was ist mit dem Dreieck?
Das Dreieck hat er damit natürlich nach oben hin aufgelöst, was ebenfalls für weiter steigende Kurse spricht.
Was ist zu erwarten?
Testet der DAX den Ausbruch aus dem Dreieck nun von oben und gleichzeitig die rote steigende Linie, die den langfristigen Aufwärtstrend seit dem Tief Anfang 2009 darstellt, und hält dieser Test, so hätte der DAX die Rückkehr in diesen Trend geschafft und könnte sich zu deutlich höheren Kursen aufmachen.
Das ganze Szenario wäre fast zu perfekt um wahr zu werden. Warten Sie daher zunächst ab, ob dem DAX tatsächlich der Ausbruch glückt. Letztlich sind die relevanteren Trends derzeit eindeutig die kurzfristigeren flachen Trendkanäle (grün und blau).
Die derzeitige Situation ist wirklich sehr spannend und entscheidend für den weiteren DAX-Verlauf.
Was ist das Thema des nächsten Beitrags?
Am Montag hatte ich bereits die Themen für heute und Freitag vorgestellt. Für den Freitags-Beitrag werde ich Ihnen planmäßig aufzeigen, warum ich kein Freund der sehr kurzfristigen Chartanalyse bin.
Am kommenden Montag werde ich dann voraussichtlich erneut einen Blick auf den DAX werfen und schauen, wie sich die derzeitige Spannung aufgelöst hat.
Bis dahin wünsche ich Ihnen ein glückliches Händchen
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Pit (23.06. 2010 14:01 Uhr):
Guten Tag Herr Weisenhaus, ich nöchte mich auf diesem Weg für Ihre regelmäßigen Betrachtungen des DAX bedanken. Als Frischling der Elliot-Lehre unterstützen Sie mich, Charts noch kritischer als bislang zu analysieren. Auch Ihre politische Wahrnehmung erfreut mich als Leser regelmäßig. Ich freue mich schon auf Ihre nächste Ausgabe des Wave Daily. Hierfür nochmals vielen Dank und die besten Grüße! *Als Swingtrader auf der Jagd nach den täglichen 100 Cruide-Oil-Pips, würde ich gerne dieses Underlaying nach Elliot analysieren. Finden dessen Regeln und Gesetze auch im zeitlich sehr kurzfristigen Bereich ihre Anwendung?
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 10:12 Uhr):
Hallo und guten Morgen, Pit! ----- Zunächst vielen Dank für die netten Worte. Lob und Anerkennung sind für mich ein großer Motivator. ----- Gerne werde ich in den nächsten Ausgaben einmal einen Blick auf den Ölpreis werfen. Eine kurze Analyse hatte ich am 28. Mai vorgenommen. Da wird es Zeit für eine genauere Betrachtung. ----- Ja, die Regeln der Eliott-Wellen-Theorie können bis auf die kleinste Zeiteinheit heruntergebrochen werden. Das Prinzip der Fraktale findet grundsätzlich auch hier Anwendung. ----- Mit freundlichen Grüßen ----- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 10:12 Uhr):
- Kommentar von Gabriela Preiml (23.06. 2010 14:22 Uhr):
Zur Info. E-Mail am 23.6.10 erhalten.
Antworten - Kommentar von Zupfer (23.06. 2010 19:50 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, teile Ihnen kurz mit, dass die Belieferung hervorragend klappt.Und bei dieser Gelegenheit: Ich schätze Ihre Beiträge sehr! Viele Grüsse E.Hinger
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 09:51 Uhr):
Guten Morgen! ---- Vielen Dank für den Hinweis und natürlich noch viel mehr für die lobenden Worte. ---- Mit freundlichen Grüßen ----- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 09:51 Uhr):
- Kommentar von André Bräunel (23.06. 2010 20:02 Uhr):
Hallo Herr Weisenhaus, die Marktbewegung von 5800 bis 6350 als Welle 3 zu zählen, damit habe ich so mein Problem. Mir fehlt die nötige Dynamik für eine Welle 3, eine untergeordnete 3 kann ich auch nicht so recht erkennen. In der Marktbewegung gibt es zudem viele Überschneidungen. Bin gespannt wie es weitergeht.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 10:02 Uhr):
Guten Morger Herr Bräunel, ----- in der Tat gebe ich der Welle 3 derzeit nur eine etwas geringere Wahrscheinlichkeit, da sich die Frage stellt, warum der DAX ausgerechnet jetzt aus der Korrekturformation ausbrechen sollte. Der grüne und blaue Trendkanal hat sicher derzeit die höchste Relevanz ----- Dennoch lässt sich die aktuelle Aufwärtsbewegung als Welle 3 deuten, trotz der vielen Überschneidungen. Die Welle 3 muss auch nicht zwingend bereits beendet sein. Die Dynamik halte ich hingegen für ausreichend und Welle 3 wäre auch nicht kürzer als Welle 1. ---- Ich persönlich tue mich aber offen gesprochen selbst sehr schwer, die aktuelle Korrektur richtig zu zählen. Das hatte ich ja auch in den Beiträgen bereits mehrfach erwähnt. Es geht also derzeit darum, das Szenario möglichst sinnvoll zu interpretieren. ----- Was durchaus Sinn machen kann, ist auf eine Fortsetzung der Korrektur zu spekulieren. Der Trendkanal ist mit einer Range von mehr als 600 Punkten breit genug, um am oberen Ende auch mal Short zu gehen und am unteren Ende long. ----- Mit freundlichen Grüßen ----- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (24.06. 2010 10:02 Uhr):
- Kommentar von Rüegg (24.06. 2010 08:33 Uhr):
Habe Ihren Kommentar per mail erhalten
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