DAX - Aufsteigendes Dreieck eröffnet Potential auf 14.088
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 31. August 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
Vergleichen wir diesen theoretischen Verlauf nun mit dem DAX-Chart - und zwar von 1995 bis heute:
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Wochenkerzen, von 1995 bis heute
Nun hatte ich bei der Erläuterung der Elliott-Wellen-Grundlagen zu dieser Formation geschrieben, dass die Begrenzungen in der Regel ziemlich exakt eingehalten und selten über- oder unterschritten werden.
Kursziel 4.500 Punkte...
Demnach müsste die grüne Trendlinie als untere Begrenzung des aufsteigenden Dreiecks herangezogen werden, wonach der DAX noch ordentlich Luft nach unten hat bis auf fast 4.500 Punkte.
Sollte es, wie von vielen erwartet, tatsächlich noch zu einem zweiten Kursrutsch kommen, wäre dies also das Kursziel. Auch ich halte dieses Szenario nicht für völlig abwegig.
... oder Kursziel bereits erreicht?
Da aber bereits die Welle D die rote Linie nicht mehr ganz erreicht hat und damit die Begrenzung nicht exakt eingehalten hat, könnte man eine solche Abweichung auch für die Welle C erwarten. Demnach könnte man die untere Begrenzung auch gemäß der schwarzen Linie zeichnen, die durch das Tief kurz vor dem endgültigen Tief der Welle C läuft und daher auch durchaus plausibel gezeichnet ist. Damit wäre das Kursziel der Welle E bereits erreicht, was zu meinem bullischen Szenario passt.
Egal welches Kursziel gilt, steigende Kurse werden folgen
Egal welches Kursziel im Rahmen der Korrektur nun gilt, gemäß den Regeln des aufsteigenden Dreiecks nimmt der Kurs anschließend wieder seine ursprüngliche Richtung auf - also aufwärts. Und wenn man die Aussage aus der Theorie heranzieht, dass das Ausmaß der Ausbruchsbewegung häufig dem breitesten Teil des Dreiecks entspricht, dann liegt das Kursziel bei ca. 14.000 Punkten.
Denn wie im obigen DAX-Chart erkennbar, lag die DAX-Spanne im breitesten Teil des Dreiecks zwischen 2.182 im Tief und 8.135 Punkten am Hoch und damit bei 5.953. Addiert man dies zum Hoch und damit zum Ausbruchsniveau bei 8.135 Punkten hinzu, so erhält man das Kursziel von 14.088 Punkten.
Auch dies passt zu meinem bullischen Szenario, welches sich insbesondere aufgrund der Bewertungsrelation (Aktien und Renten ergibt).
Noch einen Blick auf den kurzfristigen DAX-Chart
Morgen möchte ich mit Ihnen noch einen Blick auf den ganz kurzfristigen DAX-Chart werfen, danach gehe ich ein Basiswert weiter.
Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von fatbobger (31.08. 2011 13:50 Uhr):
Jetzt fehlt nur noch das Szenario, indem sich der DAX auf 14000 bewegen kann. Fundamental sehe ich das wie Sie. Kurzfristig (<8Monate) Die möglichen Tiefs bei 5100 oder 4500 werden wir dann sehen, wenn sich jetzt die Wirtschaftsindikatoren auf faktischer Basis (keine Sentimentsindikatoren) deutlich verschlechtern und damit die heutigen Sentiments untermauern. Dies könnte noch diesen Herbst passieren. Gleichzeitig werden die Notenbanken wieder mehr Geld ins System pumpen UND die Zinsen niedrig halten. Mittelfristig (8-<18 Monate) D.h. mit ca. 6 - 8 Monate Verspätung wird diese Politik faktische Wirkung (= steigende Wachstumsraten) haben. Dazu kommt, dass man feststellen wird, dass viele Unternehmungen auch bei einer schrumpfenden Wirtschaft ordentlich Geld verdienen können. D. h. es könnte sich herausstellen, dass die eingepreisten Gewinnrückgänge zu hoch sind. Allerdings müssen sich die Anleger erst an diesen Gedankengang gewöhnen. Die Profis werden das etwas früher merken und beginnen, sich im Frühjahr/Sommer einzudecken. Ab Mitte nächsten Jahres werden wir dann einen Bullenmarkt bekommen. Risiken: * instabiles europäisches Bankensystem durch immer noch zu hohe Staatsschulden, Sparpolitik der Staaten (wird wie immer nicht funktionieren) Positiv: Bis dann stabile Ölversorgung, niedrige Investitionskosten (Zinsen), durch moderate steigende Inflation angetriebenes Konsumklima. Langfristig (bis in 10 Jahren) Ich schätze dass sich dann das Verhältnis zwischen Aktien-KGV und Anleihen-KGV auf 1/2 einstellt, d.h. die Gewinne der DAX-Firmen müssten dann im Schnitt doppelt so hoch sein, wie der Anleihezinssatz bezogen auf 5/10 Jahre. 3,33% Anleihezins würden dann zu einem KGV zu 30/2 = 15 führen. Der entsprechende Dividendenwert müsste dann ca. 3% Dividendenrendite bieten. 3,66% könnten in die Rücklagen fließen Wenn dann inflationsbedingt die Gewinne und Dividenden steigen (bei konstand niedrigen Zinsen), müsste der DAX in den nächsten 10 Jahren aufsteigen, wie ein Ballon, zumal die Staaten gezwungen sind, sich aus der Krise herauszuinflationieren. Folge: der klassische dt. Michel (= Sparer) ist der Dumme und bezahlt die Zeche, indem er die Inflation tragen muss und noch die 25% Zinsabschlagsteuer. Der Aktienkäufer kann wenigstens das Kapital konservieren und solange er die Aktien nicht verkaufen muss, muss er den Kursgewinn auch nicht versteuern. Grüße fat_bob_ger
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (01.09. 2011 22:06 Uhr):
Guten Tag! - - - Aktuell machen die US-Daten mehrheitlich einen recht guten Eindruck. Wer weiß, ob die US-Wirtschaft nicht gerade aus ihrem Dornröschen-Schlaf erwacht?! - - - Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Notenbanken noch mehr Geld (im Sinne eines QE3) in den Markt geben. Ich denke eher, das aktuelle Level wird vorerst in diesem Jahr beibehalten (sowohl Fed als auch EZB). - - - Ich erwarte den Bullenmarkt etwas früher, könnte mir auch schon eine Jahresendrallye vorstellen. - - - Mit dem Rest gehe ich durchaus konform. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (01.09. 2011 22:06 Uhr):