Datenflut
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 3. September 2010, 08:30 Uhr
ENL5462
gestern gab es einen ganzen Reigen von Konjunkturdaten, die auf den Markt einprasselten. Viele davon gar nicht negativ und die meisten im Rahmen der Erwartungen. Der Markt störte sich jedenfalls nicht weiter daran. Hier die wichtigsten Daten im Überblick - alle aus den USA:
Wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe bei 472.000, erwartet wurden 474.000, nach 473.000 zuvor. In dieser Woche zeigt sich also eine Stagnation (auf vergleichsweise hohem Niveau).
Industrieaufträge im Juli +0,1%, erwartet wurde ein Anstieg um 0,2%, nach -1,2% zuvor. Hier zeigt sich eine leichte Erholung nach den sehr schlechten Vormonatsdaten. Trendwende würde ich es nicht nennen.
Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe stieg im Juli um 5,2%, erwartet wurde ein Rückgang um 0,9%, nach -2,6% zuvor. Positive Überraschung, aber hier wirkt noch die Steuervergünstigung. Die nächsten Daten dürften sich sehr viel schlechter präsentieren. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich dennoch ein Minus von 19% - kein Jubelgrund.
Und aus Europa wurde gemeldet:
BIP in Q2 +1,0% q/q nach +0,2% in Q1. Erstschätzung bestätigt. Zweifellos positiv, aber keine Überraschung mehr. In Europa wird zumindest nicht so gern und häufig nachträglich abwärts revidiert wie in den USA, was die Aussagekraft der Daten deutlich erhöht.
Heute folgen mit dem monatlichen Arbeitsmarktbericht und dem ISM-Index für den (wichtigeren) Servicebereich wichtige US-Konjunkturdaten.
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